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Übersicht (einen
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2008:
Staunton
Memorial, London
Die Partie des Jahres
Marx-György-Gedenkturnier, Páks (HUN)
Politiken-Cup, Helsingör (DEN)
Turnier am Sewan-See, Martuni (ARM)
Pojkowski-Turnier,
Chanty-Mansiisk (RUS)
Sparkassen Chess Meeting, Dortmund (GER)
AeroSvit-GM-Turnier 2008, Foros (Krim, UKR)
Karen Asrian
Memorial, Jerewan (ARM)
Las Vegas National Open 2008, Las Vegas (USA)
M-tel
Masters 2008, Sofia (BUL)
Schweiz. Mannschaftsmeisterschaft
(SMM) 2008, 3. Runde, Uitikon (ZH)
Atatürk Chess International Women Masters Chess
Tournament, Istanbul (TUR)
XXIII. Reykjavik Open 2008, Reykjavik (ISL)
2007:
FIDE-Weltmeisterschaft 2007, Mexico-City
2006:
SCU-Jubiläumsturnier 2006
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Minichess-Ecke
für Zeitgenossen mit wenig Zeit
Sie wollen mal eine unterhaltsame Kurzpartie sehen?
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Staunton Memorial, London |
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Weiss: Jan Smeets (NED)
Schwarz: Nigel Short (ENG)
17.8.2008
[ECO C96] |

Jan Smeets
Nigel
Short
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Stellung nach 35.Te3 |
1.e4 c5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 a6 4.La4 Sf6 5.0-0 Le7 6.Te1 b5 7.Lb3
d6 8.ce 0-0 9.h3 Sa5 10.Lc2 c5 11.d4 Sd7 12.Sbd2 exd4 13.cxd4
Te8 14.dxc5 dxc5 15.e5 Sf8 16.De2 Lb7 17.Se4 Se6 18.h4 Dc7
19.Seg5 Lxg5 20.Sxg5 Sxg5
21. Lxg5 h6
(s.Diagramm)
Die kritische Stellung. Nach 22.Lf4 oder Ld2 steht Weiss passiv.
22. Dd3!
Weiss opfert den Läufer zugunsten eines Mattangriffs.
22. ... hxg5
(s.Diagramm)
Schwarz will sich die Fortsetzung zeigen lassen und nimmt das
Opfer an. |
23.Dh7+ Kf8 24.Dh8+ Ke7 25.Dxg7 Tg8 26.Df6+ Kf8 27.e6 Sc6
(s.Diagramm)
Verhindert den Vorstoss e7+.
28.hxg5
Td8 29.Dh6+ Tg7 30.g6 (s.Diagramm)
30. ... fxg6 31.Dh8+ Tg8
32.Df6+ Ke8 (s.Diagramm)
Endlich muss der schwarze
König auf das weisse Feld e8 ziehen. Nun kommt vernichtend der
weisse Läufer ins Spiel:
33.Lxg6+ Txg6 (erzwungen) 34.Dxg6+ Kf8 35.Te3
1:0 |
:
Stellung nach 32. ... Ke8 |

Stellung nach 21. Lxg5 h6 |

Stellung nach 27.e6 Sc6 |

Stellung nach 30.g6 |
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Die Partie des Jahres |
ausgewählt und
kommentiert von GM Etienne Bacrot |
Weiss: Wassili Iwantschuk (UKR, 2751)
Schwarz: Sergej Karjakin (UKR, 2732)
Amber-Turnier, Rapid, 18.3.2008
[ECO B87] |

Wassili Iwantschuk |

Sergej Karjakin |
1.e4 c5 2.Sf3 d6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sf6 5.Sc3 a6 6.Lc4 e6 7.Lb3
b5 8.Lg5 Le7 9.Df3 De7 10.e5 Lb7 11.exd6 Lxd6 12.De3 Lc5 (Im
Rückblick auf diese Partie hätte Schwarz wohl dem
sichereren Zug 12. ... Le5 den Vorzug geben sollen.) 13.0-0-0
Sc6 (s.Diagramm)
|
14.Dxe6+!!
Was für ein Schock! Ich glaube, ich habe noch nie so ein
Damenopfer gesehen ... Das ist völlig unglaublich!
14. ... fxe6 15.Sxe6 De5 16. Sxg7+ Kf8 17.Se6+
Bereits hier bewertet der Computer die Stellung als annähernd
gleich (0), trotz der geopferten Dame. 17. ... Kf7 [Nach
17. ...Ke7 18.The1 Lxf2 19.Txe5 Sxe5 20.Sg7 behält Weiss nach
wie vor die Initiative.]
18.The1 Dxe1!? Jetzt hat Weiss Vorteil (s.Diagramm)
[Einen Versuch wert war 18. ... Dxg5+ 19.Sxg5+ Kg6 20.Sge4 mit
unklaren Aussichten.]
19.Sxe5+ Kg6 20.Txe1 Kxg5 21.Sxb7 +/- Sd4 22.Sd6 Thf8 23.f3 b4
24.Sce4+ Sxe4 25.Txe4 Sxb3+ 26.axb3 a5 27.Tg4+ Kf6 28.Se4+ Ke5
29.Th4 a4 30.bxa4 Txa4 31.Sc5 Ta1+ |
32.Kd2 Tg8 33.g3 Tf1 34.Ke2 Tb1 35.Tb4 Kd5 36.Se4 Kc6 37.h4
Th1 38.Tc4+ Kb6 39.b4 Td8 40.Tc5 Ta8 41.c3 Ta2+ 42.Ke3 Te1+
43.Kf4 Tf1 44.Th5 Ta8 45.Th6+ Kb5 46.Sd6+ Ka4 47.Txh7 Kb3 48.Tc7
Td8 49.Sf5 (s.Diagramm) Der weisse Bauernsturm ist nicht
mehr aufzuhalten.
1:0
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Stellung nach 13. 0-0-0 Sc6 |

Stellung nach 18.The1 |

Stellung nach 49.Sf5 |
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Marx-György-Gedenkturnier, Páks (HUN)
Weiss:
GM Gabriel Sargissian
(ARM)
Schwarz: GM Daniel Stellwagen (NED)
Páks, 4.8.2008 / Runde 10
Slawische Vert.
[ECO D94] |

Stellung nach 55.g7 Sd5! |

Stellung nach 58.Sa5! |
Die
ersten 50 Züge waren eher für die Statistik, aber dafür zeigten
die beiden ein meisterliches Endspiel
1.d4 d5 2.c4 c6 3.Sc3 Sf6 4.e3 g6 5.Sf3 Lg7 6.Le2 0-0 7.0-0 Lg4
8.cxd5 cxd5 9.Db3 b6 10.h3 Lxf3 11.Lxf3 e6 12.Ld2 Sc6 13.Da4 Sa5
14.b3 a6 15.Se2 Dd7 16.Dxd7 Sxd7 17.Tfc1 Tfc8 18.Sf4 Sf6 19.Le2
g5 20.Sd3 Se4 21.Le1 Sc6 22.Tc2 Sa7 23.Tac1 Txc2 24.Txc2 Tc8
25.Txc8 Sxc8 26.Sb2 a5 27.Sa4 f5 28.La6 Sed6 29.b4 axb4 30.Lxb4
Lf8 31.Lxd6 Sxd6 32.Sxb6 Se4 33.Sa4 Lb4 34.Ld3 Sc3 35.a3 La5
36.Sc5 Kf7 37.g4 f4 38.exf4 gxf4 39.Kg2 h6 40.Kf3 Lc7 41.a4 Sa2
42.Lb5 Sb4 43.Ld7 e5 44.dxe5 Lxe5 45.Lb5 Lc7 46.Sb3 Kf6 47.h4
Sc2 48.a5 Ke5 49.a6 Lb6 50.g5 hxg5 51.hxg5 Sb4 |
52.Kg4! Weiss opfert den f-Bauern, um mit dem König
anzugreifen. 52. ... Lxf2 53.Kh5 Lb6 54.g6 d4 55.g7 Sd5!
Der Rettungszug für Schwarz. Jetzt geht g8=D nicht wegen der
Springergabel auf f6 (s. Diagramm) 56.Kg6 Se7+ 57.Kh7 Kd6
58.Sa5! (s. Diagramm) Der Springer ist tabu wegen 59.a7!
58. ...d3 59.Lxd3 Kc7 60.Le4 Verhindert, dass der
schwarze König nach ... Lxa5 a7 auf das Feld b7 ziehen kann.
Aber Schwarz findet die starke Antwort: 60. ...Ld4!
(s. Diagramm) Macht das Feld b6 für den König frei und droht
Lxg7, und Schwarz hält remis. Weiss muss energisch handeln:
61.a7!! Lxa7 62.Sc6!
1:0
(s. Diagramm) Nun läuft der g-Bauer in die Dame. Falls 62.
...Ld4 63.Sxe7 Lxg7 Kxg7, hat Weiss ein technisch gewonnenes
Endspiel. |
Gabriel Sargissian

Daniel Stellwagen |

Stellung nach 60.Le4 |

Stellung nach 60. ... Ld4 |

Stellung nach 62.Sc6! |
Politiken-Cup,
Helsingör (DEN)
Weiss:
GM Boris Sawtschenko 2578
Schwarz: GM Jacob Aagaard 2531
Helsingör, 22.7.2008 / Runde 6
[ECO B98] |

Stellung nach 15.f5 |

Stellung nach 18.Sac5 |
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1.e4 c5 2.Sf3 d6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sf6 5.Sc3 a6 6.Lg5 e6 7.f4
Le7 8.De2 h6 9.Lxf6 Lxf6 10.0-0-0 Da5 11.Dd3 Le7 Verteidigt
die Schwäche d6. 12.h4 Ld7 13.Sb3 Db6 14.Dg3 Tg8 Gefährlicher
Verzicht auf die kurze Rochade. 15.f5! Weiss will
die Stellung öffnen und zielt auf d6 und e6 (s.Diagramm)
|
15. ...Sc6 16.fxe6 fxe6 17.Sa4 Db4 18.Sac5! (s.Diagramm).
Alternative: 18. ... 0-0-0. Dann kann Schwarz auf Sxd7
mit dem Turm zurückschlagen und laut Fritz den weissen Druck etwas
vermindern. 18. ...g5
19.a3 Db6 20.Sxd7 Kxd7
Der schwarze König begibt sich auf seine letzte Wanderschaft.
21.hxg5 Txg5 22.Dc3 Tc8 23.Lc4 Df2? Kaum der
richtige Moment für einen Gegenangriff. |
24.Lxe6+ (s.Diagramm) 24. ...Kxe6 25.Dh3+!
Schneidet der schwarzen Majestät den Rückzug nach d7 ab.
Nur möglich dank dem Bäuerchen auf e4. 25. ...Ke5 26.Td5+
Kxe4 Das Bäuerchen hat seine Schuldigkeit mehr als getan.
Nun folgt das kreative Schlussbukett: 27.Dd3+ Kf4
(s.Diagramm) 28.Th4+! Dxh4!? Verzweiflung;
nach 28. ... Tg4 29. Tf5+ ist es auch zu Ende. 29.Df3# (s.Diagramm)
1 : 0 |

Stellung nach 24.Le6+ |

Stellung nach 27.... Kf4 |

Stellung nach 29.Df3# |
Pojkowski-Turnier,
Chanty-Mansiisk (RUS)
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Wer
genug Zeit hat und wissen möchte, was im Gehirn eines Grossmeisters
während einer "einfachen" Partie vor sich geht, klickt
einfach auf unsere ---> Sonderseite
"Pojkowski"
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Turnier
am Sewan-See, Martuni (ARM)
10.-20. Juli
|
Eine ungewöhnlich kreative und elegante Erstrundenpartie gewann
der chinesische GM Jianchao Zhou gegen den "Lokalmatador"
GM Pantsulaia. |

Stellung nach 19.Lc4 Ld7 |

Stellung nach 21.Sxc5! |
Weiss:
GM Jianchao Zhou 2604
Schwarz: GM Lewan Pantsulaia 2607
Martuni, 11.7.2008 / Runde 1
[ECO A65] |
1.d4
Sf6 2.c4 e6 3.Sc3 c5 4.d5
exd5 5.cxd5 d6 6.e4 g6 7.h3 Lg7 8.Sf3 0-0 9.Ld3 a6 10.a4 Sbd7 11.0-0
Te8 12.Te1 Sh5 13.Lg5 Dc7 14.Tac1 Tab8 15.Dd2 Se5 16.Sxe5 Lxe5 17.Le3
f5 18.exf5 Lxf5
19.Lc4 Ld7 (s. Diagramm)
20. Se4! Lxa4 Weiss opfert seinen Randbauern, um die schwarze
Bauernkette zu zerschlagen. |
21.Sxc5! Der Springer ist natürlich tabu: auf dxc5 folgt
d6+ mit Damenverlust.(s.Diagramm)
21. ... Df7
22.Sxa4 b5 23.Sb6 bxc4 24.Sxc4 Sf6 25.Tcd1 Tb5 26.Sxe5 Txe5 27.Ld4Tbxd5
28.Dc3 Te6 29.Txe6 Dxe6 30.Tde1! Stärker als Lxf6.
(s. Diagramm) Nun öffnet sich endlich die Diagonale a1-h8, und
der weisse Mattangriff kann beginnen.
30. ... Se4 31.Dc7 Kf8 32.Dg7+ Ke8 33.f3
(s. Diagramm)
Schwarz gab auf . 1
: 0 |
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Stellung nach
30.Tde1 |

Stellung nach 33.f3 |
| |
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Weiss:
GM Lewan Pantsulaia
(GEO, 2607)
Schwarz: GM Georg Meier (GER, 2556)
Martuni,
14.7. 2008 / 4. Runde
Katalanisch [ECO
A13]
|
Nach
zwei Niederlagen errang Georg Meier gegen den enttäuschenden Georgier
Lewan Pantsulaia seinen ersten Sieg. In der kata-lanischen Eröffnung
opferte Weiss einen Bauern, erhielt dafür aber keine genügende Kompensation.
Daher hat diese Partie für diese Variante auch theoretische Bedeutung.
Im 14. Zug verlor Weiss einen zweiten Bauern und gab nach wenigen
Zügen auf.
Kommentar: WGM Lilit Mkrtchian |
1.c4
e6 2.g3 d5 3.Lg2 Sf6 4.Sf3 dxc4 5.0-0 a6 6.a4 Sc6 7.Dc2 Sa5 8.Sa3
Dd5 9.Tfd1 Ld7 10.d3 Sb3 11.Tab1 Lxa4 12.Sxc4 Db5 13.Tdf1 Sd5
14.Scd2? Sd4! Dieser
Fehlgriff kostet Weiss einen zweiten Bauern und die Partie.
15.Dc4 Erzwungen Sxe2+ 16.Kh1 Dxc4 17.dxc4 Sb4 18.Se5
Lc2 19.Ta1 f6 20.Sf3 0-0-0 21.Lh3 Lc5 22.Te1 Ld3! 23.Lxe6+ Kb8 24.Lf5
Sxc1!
0
: 1 |
|

Stellung nach 14. Scd2 |

Stellung nach 24.Sxc1 |
| .. |
..
|
.
|
Sparkassen Chess Meeting, Dortmund (GER)
Weiss:
Wladimir Kramnik (RUS, 2788)
Schwarz: Loek van Wely (NED, 2677) |
Dortmund, 29.6.2008. Runde 2
Abgelehntes Damengambit [ECO D11/D30] |
|

. |
. |
. |
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Stellung nach 18.c5! |
Stellung nach 24. ...Kf8 |
Stellung nach 29.Tfd1 |
| 1.d4
d5 2. c4 c6 3.Sf3 Sf6 4.e3 e6 5.b3 Wladimir beginnt die Partie
langsam, aber unbekümmert; mit dieser Variante vermochte er bereits
einmal gegen Van Wely zu gewinnen. 5. ... Sbd7 6.Lb2 b6 7.Ld3
Lb7 8. 0-0 Ld6 Bis jetzt wiederholen beide Spieler
ihre Partie vom Amber-Turnier 2007, die Weiss gewann. -- Auch mit
8. ...Le7 hatte van Wely in Wijk 2007 keinen Erfolg. Nach 9.Sc3
0-0 10.Dc2 Tc8 11.Td1 Dc7 12.Se5 h6 13.De2 Td8 14.f4 c5 15.cxd5
Sxd5 16.Sb5 Dd8 17.Sxd7 Txd7 18.f5 erhielt Weiss gefährliche Initiative
und gewann. 9.Sbd2 0-0 10.Se5 Kennzeichnend für Van
Wely ist seine Prinzipientreue. Im Vertrauen auf seine Analysen
zieht er mutig 10. ... De7 Mit diesem Zug bereitet
er den Läufer-abtausch nach La3 vor. Diesem könnte Weiss nach Dc2/e2
und Tad1 durch den Läuferrückzug nach a1 ausweichen und so sein
Angriffspotenzial behalten.. -- |
Nach
langem Nachdenken entscheidet sich Weiss für den direkten Angriff
am Königsflügel: 11.Df3 Tfd8 12.Dh3 h6 13.f4 "Und
jetzt g2-g4-g5 mit baldigem Matt" schlugen hier einige russische
Fans im Pressezentrum vor. Aber so einfach geht das nicht. 13.
...Lb4 14.Sdf3 Nach 14.Td1 kann Schwarz ohne Weiteres abtauschen:
14....Lxd2 15.Txd2 Se4 und die Stellung ist blockiert. 14.
... Se4 15.Sxd7 Txd7 16.Se5 Trotz Abtausch des Springer-paars
behält Weiss die Initiative. 16. ...Tc7 17.Lxe4 dxe4
18.c5! Ein starker Zug (s. Diagramm)
Schlagen auf c5 ist für Schwarz gefährlich: Nach 18. ... bxc5 19.a3
La5 20.Sc4 Lb6 21.dxc5 Lxc5 22.f5! stehen die schwarzen Läufer völlig
im "Offside", und Weiss hat sehr starken Angriff.
18. ...bxc5 Der Computer schlägt 18. ... f6 19.Sc4 La6 vor,
aber auch danach ist die schwarze Stellung wenig verlockend.
19.a3 La5 20.dc5 Dxc5 Vielversprechend sieht hier 21.f5!
aus: 21. ... exf5 22.Sc4 Lc8 23.Dg3 f6 24.Ld4 Dd5 25.Sxa5 Dxa5
26.b4 und Weiss gewinnt. 21.b4 Dieser Zug nimmt Weiss
die Möglichkeit, den Springer nach c4 zu ziehen. |
21. ...Db5 Auch jetzt ist 22.f5 nicht schlecht, aber Schwarz
kann mit f6 versuchen, den weissen Springer zu vertreiben. 23.Sg4
e5 24.Lxe5 fxe5 25.bxa5, und der schwarze König ist in grosser Gefahr.
-- Aber vielleicht rechnet Kramnik jetzt auf 22.Sg4 f5 23.Sxh6 gxh6
24.Dxh6 Lb6 25.Lf6!! Knüpft das Mattnetz um den schwarzen
König und nimmt ihm das Fluchtfeld e7
25. ... Lxe3+ Kh1, und Rettung ist nicht in Sicht.
22.Dg3 Kramnik wählt eine andere Fortsetzung. Jetzt hat Schwarz
nach f7-f5 intakte Verteidigungschancen: 22. ..f5 23.Td1 De2!, und
Weiss kommt nicht zum tödlichen Schlag Se5-d7. 22.
...Lb6 23.Sd7 Auch jetzt wäre 23.f5 nicht schlecht gewesen.
23. ...g6 Etwas besser wäre hier 23. ....f6.
24.Sf6+ Kf8 (s. Diagramm)
25.Le5 Hier hätte 25.f5! sofort gewonnen.
25. ... Tcc8 26.Dh4 Es führen viele Wege nach Rom! Die schwarze
Stellung ist derart hoffnungslos, dass Weiss mit jedem beliebigen
Zug gewinnt.
26. ... h5 27.Sh7+ Ke8 28.Ld6 Tc7
29.
Tfd1 (s. Diagramm) 1-0
Schwarz gab in hoffnungsloser Stellung auf. Eine gute
Partie von Kramnik, und eine schöne Revanche für das 0:3 im EM-Match
Russland - Holland.
Kommentar:
GM Konstantin Landa |
AeroSvit-GM-Turnier
2008, Foros (Krim, UKR)
| Formidabler
Endspurt von Iwantschuk -- leider zu spät, um den Vorjahressieg
zu wiederholen. |

Stellung nach 19. ... Lc4 |

Stellung nach
32. ... g5 |

Stellung nach 43.d6+ |
|
1. Sf3 Sf6 2.c4 e6 3.Sc3 d5 4.d4 Sbd7 Eine sehr selten
gespielte Variante des Damengambits. 5.Qc2 dxc4 6.e4
a6 7.e5 Bereits dieser Zug ist eine Neuerung. 7. ...
Sd5 8. Lxc4 Sxc3 9.Dxc3 Sb6 Gemäss GM Brodski, dem Sekundanten
Eljanows, wäre 9. ... Le7 besser gewesen. 10.Lg5
Le7 11.Lxe7 Dxe7 12.Lb3 Sd5 13.Lxd5 exd5 14.O-O O-O 15.b4 Lf5 16.a4
c6 |
17.a5
Damit erlangte Weiss klaren Positionsvorteil. 17.
... Lg4 18.Sd2 Le2 19.Tfe1 Lc4 Schwarz bietet ein Bauernopfer
an, um seine Verteidigung zu erleichtern, aber Weiss lehnt ab (s.
Diagramm)
20.h3 Tfd8 21.f4 Tab8 22.Kh2 De6 23.Tac1 h6 24.Te3 Df5 25.Tf3
b6 26.Sxc4 Erst jetzt nimmt Weiss das Bauernopfer an. wahrt
dabei aber seine Gewinnchancen. 26. ... dxc4 27.Dxc4 bxa5
28.bxa5 Tb5 29.Dxc6 Txa5 30.g4 Dd7 31.Dxd7 Txd7 32.Td3 g5 (s.
Diagramm)
33.Kg3! Der König greift als Kampffigur ein und strebt
nach e4. 33. ... Tad5 34.Tc4 a5 35.Kf3 Kf8 36.fxg5 hxg5 37.Ke4
Ke7 38.Tc6 Tb5 39.d5 Ta7
|
40.Tdc3
Tbb7 41.T6c4!? Hier hätte Weiss mit 41.Kf5!
schnell gewinnen können (Idee: 42.d6+, 43.Tc8, 44.Tf8, 45.Tcc8)
41. ... f6 Nach diesem Zug berechnete
Iwantschuk das Bauern-endspiel richtig und fand den Gewinnzug
42.Rc7+! Rxc7 43.d6+ (s. Diagramm) |
Weiss:
Wassili Iwantschuk 2740
Schwarz: Pawel Eljanow 2687
Foros, 19.6.2008. Runde 11
Damengambit [ECO D37] |

Stellung nach 47. ... Ke8 |

Stellung nach 58. h5! |

Stellung nach 60.Kg6
|
|
|
43. ... Kd8 44.dxc7+ Rxc7 45.Rxc7 Kxc7 46.exf6
Kd7 47.Kf5 Ke8
(s. Diagramm)
48.Kxg5 Eine schwierige, aber nötige Entscheidung.
Kg6 führt wegen ... Kf8 nicht zum Ziel. Aber nun läuft
der a-Bauer: 48. ... a4 49.Kh6! a3 50.Kg7 a2 51.f7+ Kd7 52.f8=D
a1=D+ 53.Df6 Dh1 54.h4 Dh3 55.Dd4+ Ke6 56.g5 Dh1 57.Df6+ Kd5 58.h5!
Falls
Dxh5, dann 59.Df7+ mit Damenabtausch und leichtem Gewinn (s. Diagramm)
|
58. ... Kc5 59.h6 Qb7+ 60.Kg6
(s. Diagramm)
1-0
Kommentar:
GM Michail Golubow |
|
.. |
|
|
Weiss:
GM Andrej Wolokitin 2684
Schwarz: GM Sergej Karjakin 2732
Foros, 12.6.2008. Runde 5
Nimzoindisch [ECO E37] |
Stellung nach
35. Sd3
|

Stellung nach
44.Sc6! |
| 1.d4
Sf6 2.c4 e6 3.Sc3 Lb4 4.Dc2 d5 5.a3 Lxc3+ 6.Dxc3 Se4 7.Dc2 c5 8.dxc5
Sc6 9.e3 Da5+ 10.Ld2 Sxd2 Bis hierher alles normal. 11.Dxd2
dxc4 12.Dxa5 Weiss öffnet die Stellung am Damenflügel.12.
... Sxa5 13.Tc1 b5 14.cxb6 Lb7 15.bxa7 Ke7 16.Se2
Txa7 17.Sc3 Lc6 18.Sa2 Td7 19.Sb4 La4 20.Le2 Lb3 21.Lf3 f5 22.e4
f4 23.g3 Tf8 24.gxf4 Txf4 25.Ke2 Kd6 26.h4 Tdf7 27.Th3 g6 28.Ke3
Sb7 29.Ld1 Txf2 30.e5+ Kd7 Natürlich nicht Kxe5 wegen
31. Sd3+ 31.Lf3 Txb2 32.Lxb7 Tf5 |
33.Lc6+
Kc7 34.Le4 Txe5 Dieser Bauer kostet die Qualität,
aber Schwarz verlässt sich auf den folgenden Zug: 35.Sd3
Tc2 Die kritische Stellung (s. Diagramm 1). Verlockend
wäre nun 36.Txc2 Lxc2 37. Sxe5, aber Schwarz
spielt statt dessen 36. ... Txe4+ 37.Kxe4 Lxc2 mit Fesselung und
Gegenspiel. 36.Sxe5! Weiss hat weit vorausgerechnet
und entscheidet sich für einen Mattangriff.
36. ... Txc1 |
37
.Th1! Tc3+ 38.Kd4 Tg3 39.Tf1! c3 40.Tf7+ Kc8 41.Kc5! c2 Weiss
kümmert sich nicht um den Freibauern, sondern spielt konsequent
auf Matt. 42.Kd6! Es droht Tf8++, daher 42.
... Ld5 43.Lxd5 exd5 44.Sc6! (s. Diagramm 2) Schwarz
gab auf wegen der Drohung 45.Tc7++.
1 einziges Tempo entschied dieses ukrainische Derby! |
| |
|
|
Weiss: GM Alexej Schirow 2740
Schwarz: GM Wassili Iwantschuk 2740
Foros, 16.6.2008. Runde 8
Grünfeld-Indisch [ECO D85] |
Schirow
+ Iwantschuk |

Stellung nach
36.Dxe2+ |
Stellung nach 32.b4 . . . . . . . . Stellung
nach 32. ...Td3!. . . . . . Stellung
nach 34. ... Lxd3. . . . .Stellung
nach 35.Dxe5 |
1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 d5 4.cxd5 Sxd5
Eine überraschende Eröffnungswahl: Ausgerechnet
gegen den Grünfeld-Spezialisten Schirow wählt Iwantschuk
diese Verteidigung.
5.Ld2 Lg7 6.e4 Sb6 7.Le3 O-O 8.Lb5
Dieser seltsam wirkende Zug ist tatsächlich die Hauptvariante.
Sowohl die Antwort a6 als auch c6 würde die schwarze Stellung
schwächen, daher: 8. ... Dd6 9.Sge2 c6 10.Ld3 e5 11.dxe5
Dxe5 12.Ld4 Weiss steht etwas besser, doch Schwarz entwickelt
Gegenspiel.. 12. ... De7 13.Lxg7 Kxg7 14.Lc2 Td8 15.Dc1 Sa6
16.O-O Le6 17.Sf4 Lc4 18.Te1 Sb4 Nun steht Schwarz solid.
|
19.a3 Sxc2 20.Dxc2 Df6 21.Sce2 Td7 22.b3 La6 23.Tad1 Tad8
24.g3 De5 25.f3 Kg8 26.a4 h5 27.Kf2 Td6 28.Dc3 Sd7 29.Txd6 Etwas
leichtfertig überlässt Schirow Schwarz die d-Linie. 29.
... Dxd6 30.Tc1 Se5! 31.h4 Df6
32.b4? Laut Kommentator ein klarer Fehler.(s. Diagramm).
32. ... Td3!!
Der Blitz aus heiter scheinendem Himmel (s. Diagramm)
33.Sxd3 Dxf3+
34.Kg1 Lxd3 Stärker als Sxd3 (s. Diagramm) |
35.Dxe5
Weiss stellt seine Dame ins Offside und entblösst seine
Königs-stellung:Aber was sonst? 35.De1 verliert auch.(s. Diagramm)
35. ... De3+ 36.Kh2 Dxe2+
(s. Diagramm) 0-1
Weiss gab auf; es drohte weiterer Materialverlust und Matt.
Kommentar: GM Michail Golubow |
Karen Asrian Memorial, Jerewan (ARM)
Las
Vegas National Open 2008, Las Vegas (USA)
M-tel Masters 2008,
Sofia
(BUL)
Weiss:
GM Iwan Tscheparinow (BUL, 2695)
Schwarz: GM Wassili Iwantschuk (UKR, 2740)
Sofia, 17.5.2008, Runde 9
Sizilianisch [B48]
Auf Messers Schneide:
Die Partie, die den Turniersieg sicherte |

Wassili Iwantschuk |

Iwan Tscheparinow. |
Stellung nach
19.Sc1 . . . . . . . . . . .Stellung nach 24.h6 . . . . . . . .
. . . .
Stellung nach 28.e5, Lxe5 . . . . . . . . . . Stellung nach 32.Td7
|
| 1.e4
c5 2.Sf3 Sc6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 e6 5.Sc3 Dc7 6.Le3 a6 7.Dd2 Sf6 8.0-0-0
Lb4 9.f3 Se5 10.Sb3 b5 11.Ld4 Le7! Der schwarze Läufer
- der später die Partie entscheidet - wird natürlich nicht
gegen einen nutzlosen Springer abgetauscht. 12.Df2 d6 13.g4
0-0 14.g5 Sfd7 15.Tg1 Lb7 16.Kb1 Tfc8 17.Tg3 b4 18.Sa4 Ld8 |
19.Sc1!?
(s. Diagramm) Diese harmlos scheinende Umgruppierung
des Springers verstellt das Fluchtfeld c1 und ermöglicht bald
die Mattkombination der weissen Leichtfiguren. 19. ... Bc6
20.b3 Bxa4 21.bxa4 Nc6 22.Be3 Qb8 23.Rh3 Nb6 24.Qh4 h6! (s.
Diagramm) Nutzt geschickt die Fesselung der weissen Dame.
25.Qg3 Nxa4 26.Rxd6 hxg5 27.Bd3 Bf6 Statt Lxg5 schaltet
Weiss den weissen Läufer in den Angriff ein. |
28.e5
Bxe5 (s. Diagramm) Weiss muss angreifen -- auf Biegen
oder Brechen. 29.Th8+ Kxh8 30.Dh3+ Kg8 31.Dh7+ Kf8
32.Rd7 (s. Diagramm) Sieht aus wie das Ende -- noch
1 Zug bis zum Matt auf h8. Aber Weiss fehlt ein einziges Tempo .
Es folgt:
32. ... Sc3+ 33.Ka1 Sb5+ 0-1 Aufgegeben; Weiss wird im
nächsten Zug mit Sa3+ matt gesetzt. |
Schweiz.
Mannschaftsmeisterschaft (SMM) 2008, 3. Runde, Uitikon (ZH)
SG
Zürich II - Nimzowitsch (Nationalliga B)
Uitikon, 20.4.2008
Weiss: FM D. Vucenovic (2316)
Schwarz: IM J. Costa (2433)
Damenbauerspiel [D03]
|
Stellung nach
25.Sc5
|
Stellung nach 63.Tb8 |
|
|
| 1..d4
d5 2.Sf3 Sf6 3.Lg5 c6 4.Sbd2 Lf5 5.e3 Sbd7 6.Le2 e6 7.0-0 [7.Sh4
Lg6 8.Lf4 Sh5 (8...Db6 9.Sb3 Le7 10.0-0 Se4 11.Sxg6 hxg6 12.f3
g5 13.fxe4 gxf4 14.exd5 exd5 15.exf4 0-0-0 16.Ld3 c5 17.dxc5 Lxc5+
18.Kh1 Sf6=) 9.Lxh5 Dxh4 10.Le2 Dd8 11.0-0 Sf6 12.Sf3 Ld6 13.Se5
0-0 14.Sxg6 fxg6 15.Le5 Lxe5 16.dxe5 Sd7 17.f4 Db6 18.Dd4 c5 19.Da4
Tad8 20.Db3 c4 21.Dxb6 Sxb6 22.a4 a5 23.b4 cxb3 24.cxb3 Tc8 25.Tac1
Kf7 26.Tfd1 Ke7 27.Lf3²] 7...h6 8.Lf4 Le7 9.Se5 0-0 10.Ld3 Der
Läuferabtausch soll Weiss die Kontrolle über das wichtige Feld e4
sichern. 10...Lxd3 11.Sxd3 Tc8 12.De2 Db6 13.Tab1 [13.b4 a5 14.a3
Ta8 15.Tfb1 axb4 16.axb4 Ta6 17.Sc5 Txa1 18.Txa1 Dxb4 19.Tb1 Da3
20.Sxd7 Sxd7 21.Txb7 Sf6 22.h3±] 13...c5 14.c3 Da6 15.a3 Sb6 16.Tfe1
Sc4 17.f3 cxd4 18.exd4 Tfe8 19.Sb4 Db5 20.Sxc4 Dxc4 21.Dxc4 Txc4
|
22.Sd3 Sd7 23.Ld2 Springerabtausch kommt für Weiss nicht in
Frage, weil sein Springer die zentralen Felder besser kontrolliert.
23...b5 24.b4 Sb6 25.Sc5 Der schwarze Turm ist im Mause-loch.25...Ta8
26.Ta1 Kf8 27.Teb1 a6 28.Kf2 Ke8 29.Ke2 Kd8 30.f4 Kc7 31.Kd3 Kc6
32.g4 [32.a4 bxa4 33.Sxa4 Sxa4 34.Txa4 Kb7± mit besserem Spiel
für Weiss.] 32...a5 33.Sb3 a4 34.Sc5 [34.Sa5+ Kd7 35.Sxc4 Sxc4
36.Tg1 Ld6 37.Lc1 g6 38.Ta2 Th8 39.Tg3 h5 40.Th3 h4 41.g5+-] 34...Lf6
35.Tg1 Txc5 36.bxc5 Sc4 37.Ta2 Th8 38.Lc1 Kd7 39.Tg3 g6 40.Tag2
Kc6 Schwarz hat den 40. Zug rechtzeitig gespielt, aber seine
Stellung ist sehr kritisch. 41.Th3 Kd7 42.Tf2 h5 Schwarz
fürchtet den weissen Durchbruch über die f-Linie, schwächt aber
mit diesem Zug seine g-Linie. |
43.gxh5
gxh5 44.Tg2 h4 45.Tf3 Kc6 46.Tf1 Kd7 47.Tfg1 Sa5 48.Tg8 Weiss
erobert die 8. Reihe und bringt Schwarz in eine sehr kritische Lage.
48...Txg8 49.Txg8 Sc6 50.h3 Ld8 51.f5 e5 52.Lg5 Weiss bietet
Läuferabtausch an, um die schwarze Verteidigungsbarriere zu durchbrechen.
52...e4+ 53.Kc2 Lxg5 54.Txg5 Sa5 55.f6 Ke6 56.Te5+ Kxf6 57.Txd5
Sc4 58.Td7 Ke6 [58...Sxa3+ 59.Kd1 Sc4 60.c6 a3 61.Kc2 e3 62.c7 Sb6
63.Td6+ Ke7 64.Txb6 Kd7 65.Tc6 Kc8 66.d5 e2 67.d6 e1D 68.d7+ Kxd7
69.c8D+ Ke7 70.Tc7+ Kf6 71.Dh8+ Kg6 72.Dg8+ Kh6 73.Tc6++-] 59.c6
Sd6 60.d5+ Ke5 61.c7 Sc8 62.Td8 Sb6 63.Tb8 1-0 |
Atatürk Chess International Women Masters Tournament, Istanbul (TUR)
Weiss: WGM Xue Zhao (CHN, 2517)
|

Schwarz:
IM Jekaterina
Atalik (TUR, 2408)
|
Die Partie,
die Atalik den Turniersieg kostete
Nimzoindisch
Istanbul, 19.3.2008, Runde 9
|
|

Stellung nach
11. ... h6 |

Stellung nach
16. b4 |

Stellung nach
41. ...Tg3 |

Stellung nach
78.... Lf5 |
1.d4
Sf6 2.c4 e6 3.Sc3 Lb4 4.Dc2 0-0 5.a3 Lxc3+ 6.Dxc3 b6 7.Lg5 La6 8.Df3
Sc6 9.e3 Sa5 10.Tc1 c5 11.e4 h6 (s. Diagramm)
12. h4!? Schon jetzt eine span-nende Stellung: Weiss bringt
ein thematisches Läuferopfer, um dafür auf der h-Linie
anzugreifen. 12...hxg5 13.hxg5?! Te8 14.Dh3 Kf8 15.gxf6 Dxf6
16.b4 (s. Dia-gramm)
16...Dg5 17.Kd1 Sc6 18.b5 Lxb5 19.cxb5 Sxd4 20.Sf3 Sxf3 21.Dxf3.
Weiss hat 2 Bauern für den Läufer und im Prinzip
eine Gewinnstellung.
|
21...De5
22.De3 Ke7 23.f4 Db2 24.Dc3 Df2 25.Dd2 Dxd2+ 26.Kxd2 Th8 27.Le2
d5 28.Txh8 Txh8 29.exd5 exd5 30.Lf3 Kd6 31.Te1 Th4 32.Te5 d4 33.Td5+
Ke7 34.Te5+ Kd6 35.Te8 Txf4 36.Td8+ Ke5 37.Td7 g5 38.Txa7 g4 39.Le2
Tf2 40.Ke1 Txg2 41.Txf7 Tg3 (s. Diagramm)
Schwarz hat sich gut verteidigt und genug Gegenspiel erlangt, um
das Remis zu sichern. |
In der Folge versucht Weiss, seinen Materialvorteil zum Gewinn
zu nutzen.
42.Tg7 Txa3 43.Tg5+ Kf6 44.Txg4 Ta1+ 45.Kf2 Ta2 46.Kf3 Ta3+ 47.Kf4
d3 48.Ld1 Ta1 49.Tg1 Tb1 50.Ke3 Txb5 51.Kxd3 Tb4 52.Kc3 Ke5 53.Tg6
Kf4 54.Lc2 Ke5 55.Lb3 Kf4 56.Te6 Kf5 57.Te8 Kf6 58.Lc2 Kf7 59.Te1
Kf6 60.Kd2 Td4+ 61.Kc3 Tb4 62.Ld3 Kf7 63.Kd2 Tb2+ 64.Ke3 Ke6 65.Th1
Kd5 66.Th5+ Kd6 67.Le4 Tb3+ 68.Kf4 c4 69.Td5+ Ke6 70.Td1 b5 71.Lf5+
Kf6 72.Td6+ Ke7 73.Tc6 Tb2 74.Ke5 Te2+ 75.Le4 Th2 76.Tc7+ Kd8 77.Tc5
b4 78.Lf5 |
Die
Stellung ist objektiv immer noch remis, aber im 78. Zug unterläuft
Atalik ein grober Fehler:
78...c3?? Weiss übersieht das drohende Matt
auf c8. Ein Turmzug (nach h6 oder a2) oder ein Königszug (nach
e8 oder e7) hätte das Schlimmste verhütet.
79.Kf6 Th6+ 80.Kf7! , und Weiss kontrolliert das Feld
e7. Schwarz kann das Matt nicht mehr abwenden.
1-0
Eine traumatische Niederlage für die türkische Leaderin
in der letzten Runde! Die 23jährige Chinesin holte sich damit
den 3. Medaillenrang. . |
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Weiss:
IM Jekaterina
Atalik (TUR, 2408)
|
Schwarz:
IM Dronavalli Harika (IND, 2455). |
Die hohe Kunst
des Endspiels
Englisch (ECO A37)
Istanbul, 11.3.2008, Runde 1
1.c4 c5 2.Sf3
Sc6 3.g3 e5 4.Sc3 g6 5.Lg2 Lg7 6.h4 h6 7.d3 d6 8.Ld2 Sge7 9.a3 Lg4
10.Sd5 Dd7 |
11.Tb1 Tc8 12.Sxe7 Sxe713.b4 d5 14.bxc5 e4 15.Sh2 Lf5 16.cxd5 e3
17.Lxe3 Sxd5 18.Lxd5 Dxd5 19.0-0 Lh3 20.Da4+ Tc6 21.Sf3 Lxf1 22.Kxf1
0-0 23.Txb7 a6 24.Db3 Df5 25.Kg2 Te6 26.Tb4 g5 27.hxg5 hxg5 28.g4
Dg6 29.Dd5 Lf6 30.Df5 Kg7 31.Dxg6+ Kxg6 32.d4 Td8 33.Tc4 Le7 34.Se5+
Kg7 35.a4 f6 36.Sd3 a5 37.Kf3 Td5 38.c6 Td8 39.c7 Tc8 40.d5 Ta6
|

Stellung nach
48. ... Th1 |

Stellung nach
50.Lc3 |

Stellung nach
56.Ke4 Ta8 |

Stellung nach
65.... Tc8! |
41.Sc5
Lxc5 42.Txc5 Kf7 43.Ld2 Ke7 44.Lxa5 Kd6 45.Tb5 Kd7 46.e4 Th8 47.Ke3!
Zentralisiert den König und enkräftet die Drohung Th3+
47. ... Taa8 48.f3 Th1 Schwarz droht unangenehm Tc1 (s. Diagramm)
49.Tb8! Erzwingt den Turmtausch. 49. ... Thh8
|
50.Lc3!
Für seinen c-Bauern erhält Weiss den wichtigen Bauern
f6.Nun ist das Zentrum frei für den weissen Angriff. (s. Diagramm)
50. ... Taxb8 51.cxb8D Txb8 52. Lxf6 Tg8 53.a5 Kd6 54.Kd4 Tf8
55.e5+ Kd7. |
56.
Ke4! Deckt die Schwäche f3
56. ... Ta8 (s. Diagramm)
57.e6+ Kd6 58.Le5+ Ke7 59.Lc7! Hier steht der Läufer
optimal: er verteidigt a5 und unterstützt die Umwandlung des
d-Bauern
59. ...Kf6 60.Lb6 Tc8 61.Ld4+ Ke7 62.Ke5 Tc4 63.d6+ Kf8 64.d7
Ke7 |
65.Lb6
Tc8! (s. Diagramm)
Sehr schön gesehen von der Inderin: Nach dxc8D steht Schwarz
patt.
Aber mit 66.Ke4! hebt Weiss das Patt auf und gewinnt
sofort (schneller als mit 66.dxc8S+ usw.) Schwarz gab auf. 1-0
. |
| . |
. |
. |
. |
XXIII. Reykjavik
Open 2008, Reykjavik (ISL)
Superfinal
der 60. russischen Landesmeisterschaft, Moskau
.
Runde
6 / 24.12.2007:
Pjotr
Swidler - Nikita Witjugow
ECO B60 Sizilianisch |
(Diagramm 1: 7.. ... exf6) |
. |
|
1.e4 c5
2.Sf3 d6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sf6 5.Sc3 Sc6 Bis Dezember 2007
hatte ich diese Stellung seit über fünf Jahren nicht
mehr auf dem Brett gesehen.
6.Lg5 g6 Ich habe keine Ahnung, wie es in dieser Variante
weitergeht. Zwar habe ich früher einmal etwas davon gesehen,
aber das heisst nicht, dass ich mich daran erinnere.
7.Lxf6 exf6 (Diagramm 1) Hier begann ich nach von
der Theorie abweichenden Zügen zu suchen. Ich wusste zwar,
dass man hier normalerweise Lc4 spielt, aber ich hatte den Einfall,
zuerst den schwarzen Läufer nach d7 zu locken, wonach ich
mir bessere Möglichkeiten versprach.
8.Lb5 Ld7 9.Lc4 Lg7 Ehrlich gesagt, weiss ich nicht, weshalb
man hier nicht Sb5 spielen und dann den Bauern d6 schlagen dürfte.
Ich wollte einfach etwas anderes machen.
10.Sxc6 Lxc6 11.Dd3 Natürlich kann Weiss hier einfach
kurz rochieren und dann den Springer nach d5 ziehen, um sich ein
dauerhaftes Übergewicht für die ganze Partie zu sichern.
Aber ich wurde in letzter Zeit oft als langweiliger Spieler kritisiert
und beschloss daher, wenn möglich lang zu rochieren.
11. ... f5 Die beste Entgegnung. Jetzt kann nach 12.0-0-0
fxe4 13.Sxe4 0-0 nur Schwarz Vorteil erhalten. Daher war ich gezwungen,
12.exf5 zu spielen (Diagramm 2). Hier hat Schwarz
mindestens 3 Fortsetzungen zur Wahl: De7+, Lxg2 oder Dg5. Am schwächsten
ist vermutlich De7+, denn nach 13.Kf1 0-0 14.fxg6 hxg6 plante
ich 15.h4 -- ein forscher, aber auch prophylaktischer Zug, der
nach 15.Sd5 die Antwort 15. ... Dh4 verhindert. --
Die zweite Fortsetzung, Lxg2, beunruhigte mich etwas mehr. Nach
12.... .Lxg2 13.Tg1 De7+ 14.Kd1 Lc6 15.Te1 Le5 16.f4 0-0-0 entsteht
eine seltsame Stellung, in der ich zwar den Läufer e5 verspeisen
kann, aber eine Un-menge von Figuren auf der d-Linie erhalte,
ohne klare Fortsetzung. Die weissen Schwächen werden besonders
deutlich nach 17.Sd5 Dh4 18.fxe5 dxe5 19.Txe5 Dxh2. Nach meiner
Erfahrung gewinnt in solchen Stellungen meist Schwarz, denn die
Mehrfigur kommt kaum zur Geltung, solange der Turm auf a1 steht.
Ich entschied mich schliesslich für die Fortsetzung 17.Dg3
The8 18.fxe5 dxe5+ 19.Kc1 gxf5 20.a4 und dann b3 und Kb2. Matt
droht zwar nicht, aber Schwarz erhält ohne Zweifel gute Kompensation
für die Figur. Fazit: 12.... .Lxg2 ist ein interessanter
und sicher nicht schlechter Zug. Aber Nikita machte einen noch
besseren Zug, den ich unter-schätzt hatte:
12. ... Dg5 Diesen Zug hatte ich zuerst für unmöglich
gehalten wegen 13.Se4, hatte aber den Damenrückzug 13. ...De7
übersehen, wonach Weiss nach 14.f6 den Springerverlust nur
ganz knapp vermeiden kann. Aber natürlich kann auch dann
von einem Vorteil für Schwarz keine Rede sein. - Um ein Haar
hätte ich 13.Ld5 gezo-gen, aber dann wäre die Partie
nach 13...0-0 14.Lxc6 bxc6 15.0-0 Dxf5 sogleich remis gewesen.
Nun kann mich aber niemand und nichts davon überzeugen, dass
in dieser Stellung nicht der ganze Punkt zu holen ist.
13.Sd5 Lxb2 Schwarz hätte hier kurz rochieren können,
aber dann hätte ich das auch getan und die Stellung erhalten,
die mir beim Zug 11.Dd3 vorgeschwebt hatte.
14.Tb1 Dxg2 15.Tf1 Der Rösselsprung nach c7 ist keine
echte Drohung. Wenn ich die "Qualität" auf a8 erobe-re,
ist meine Stellung ruiniert. - Bei genauerer Betrachtung wurde
mir klar, dass ich auf der e-Linie zahlreiche Drohungen hatte
und Schwarz entsprechende Probleme bekam. Gleich danach merkte
ich, dass ich den Gegenzug 15. ... Dg5! bereits zum zweiten Mal
übersehen hatte. Das betrübte mich sehr, denn es hätte
folgen können: 15...Dg5 16.f4 Dh4+ 17.Kd1 Lf6, und Schwarz
bekommt die Kontrolle über die wichtige Diagonale h8-a1,
während Weiss nicht matt setzen kann. In einem gewissen Sinn
wäre das ein gerechtes Ende dieser Partie gewesen, denn was
immer ich auch mache, gehen alle meine Partien in ein langweiliges
Endspiel über.
15...Lg7 16.f6 Lf8 Ich wurde gefragt, warum ich nicht den
Turm geschlagen habe. Weil ich der Ansicht war, dass es meine
Aufgabe sei, matt zu setzen statt den Turm zu schlagen.
17.Sc7+ Kd7 18.Ld5 (Diagramm 3) Schauen wir uns
an, wie es nach 18.Sxa8 weitergeht: 18. ... Lh6 19.Lxf7. Der Computer
sagt, dass die Stellung für Weiss gewonnen ist, aber ich
habe nicht im Traum daran gedacht, so zu spielen. Es könnte
folgen: 19...Txa8 20.De2 De4, und wenn dann noch der f-Bauer fallen
sollte, sehe ich für Weiss überhaupt keinen Vorteil
mehr.
18...Lxd5 Hier wäre der Zwischenzug 18. ... Te8+ möglich
gewesen, der aber nichts geändert hätte, da der Turm
f1 nicht bedroht ist. und Schwarz nach 19.Kd1 keine Zeit hat,
seine Figuren neu zu koordinieren.
19.Sxd5 Die schwarze Stellung ist so gut wie hoffnungslos.
Weiss hat starken Angriff, während Schwarz Mühe hat,
seine Figuren am Königsflügel ins Spiel zu bringen.
19...Te8+ Ich hielt den Zug 19. ... Tb8 für den einzig
möglichen, worauf ich einfach 20.Kd1 gezogen hätte.
20.Kd1 b6 (Diagramm 4)
21.Txb6 Ohne diesen Zug wäre die Stellung vielleicht
nicht so klar gewesen, aber jetzt geht die Partie schnell zu Ende.
21...Te4 22.Tb7+ Ke6 23.f3 Nikita sagte, er habe diesen
Zug nicht verstanden -- ich allerdings auch nicht. Ich hätte
23.c3 spielen können, wonach Schwarz keine Abwehr gegen die
Drohung 24.f3 hat. Nikita wollte darauf 24. ... g5 spielen, aber
wir sind ja schon grosse Jungs und wissen, wie man eine solche
Stellung bewerten muss ...
23. ... Td4
(Diagramm 5)
24.Dxd4 Sagen Sie selbst, ob man hier 24.Sc7+ hätte
spielen können. Mir kam das nicht einmal in den Sinn -- so
[schlecht] spiele ich an diesem Turnier!
24...Dxf1+ 25.Kd2 Dg2+ 26.Kc1 Lh6+ (Diagramm 6). Und
jetzt hätte ich beinahe den nächsten wunderschönen
Fehlzug gemacht: 27.Kb2 Dxf3. Schauen sie nur, was für ein
herrlicher Zug! Sogleich bekäme ich dafür den Preis
für die schönste Partie des Turniers. 28.Sc7+ Kd7 29.Da4+
Kc8 30.Sd5. Eine Variante von erstaunlicher Schönheit. Aber
kurz bevor ich zog, stellte ich mir die Frage: Wo bleibt denn
eigentlich das Matt? Nach 30...Kxb7 31.Db5+ Kc8 32.Dc6+ Kb8 ist
kein Matt in Sicht, nur ewiges Schach.
27.Sf4+! Lxf4+ 28.Dxf4 Dg1+ 29.Kb2 Kd5 30.c4+ (Diagramm
7). Schwarz gab auf.
|

Diagramm 2: 12.exf5

Diagramm 3: 18.Ld5

Diagramm 4: 20.Kd1 b6.

Diagramm 5: 23. ... Td4.

Diagramm 6: 26. ... Lh6+. |
| Kommentar:
Pjotr Swidler |
. |
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|
Diagramm
7: 30..c4+ |
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FIDE-Weltmeisterschaft
2007, Mexico-City
| Nach
der 1. "Anstandsrunde" (alle 4 Partien remis) war es vorbei
mit lieb und nett. Die Favoriten Kramnik und Anand spielten voll
auf Sieg -- und kamen damit durch, wenn auch teils unter Inkaufnahme
hoher Risiken. |
Weiss:
Wladimir Kramnik
Schwarz: Alexander Morosewitsch
Mexico-City, 14.9.2007, Runde 2
ECO E04 |
Wir
hoffen, dass ein Meisterspieler diese und andere spannende WM-Partien
im Web kommentieren wird! |
Stellung nach 12. e4 f6 |

Stellung nach 17.c7! |

Stellung nach 27.f3 |
| 1.Sf3
Sf6 2.c4 e6 3.g3 d5 4.d4 dxc4 5.Lg2 a6 6.Se5 Lb4+ 7.Sc3 Sd5 8.0-0
0-0 9.Dc2 b5 10.Sxd5 exd5 11.b3 c6 12.e4 f6 13.exd5! fxe5
14.bxc4 exd4 15.dxc6 Le6 |
16.cxb5
d3! 17.c7!! Dd4 18.Da4 Sd7 19.Le3 Dd6 20.Lxa8 Txa8
21.Lf4 Df8 Beide Halbzüge wurden von den Spielern später als subopti-mal
bezeichnet. |
22.b6
Se5 23.Lxe5 Df3 24.Dd1 De4 25.b7 Tf8 26.c8=D Ld5! 27.f3 1-0 |
Die
Partien Aronjan - Anand (2. Runde) und Grischtschuk -
Swidler (6. Runde) sind in der NZZ vom 28.9.2007 (Seite B8)
von IM Richard Forster ausführlich kommentiert -- nachspielen
lohnt sich!
|
|
| |
|
|
| Ein
dramatisches Duell lieferten sich die beiden Alexander in der 5.
Runde. Ob der weisse Angriff durchdringen würde, war lange
ungewiss. Viel riskiert und verdient gewon-nen! |
Weiss:
Alexander Grischtschuk
Schwarz: Alexander Morosewitsch
Mexico-City, 18.9.2007, Runde 5
ECO D38
|
|
Stellung nach 19. ... h5 . . . Stellung nach 23.fxe4 Txe5 . . .
Stellung nach 31. ... b4 . . . . Stellung nach 41.Kh1 |
1.d4
Sf6 2.c4 e6 3.Sf3 d5 4.Sc3 Lb4 5.cxd5 exd5 6.Lg5 Sbd7 7.e3 c5 8.Ld3
Da5 9.Dc2 c4 10.Lf5 0-0 11.0-0 Te8 12.Sd2 g6 13.Lh3 Kg7 14.Tae1
Se4 15.Sdxe4 dxe4 16.Lf4! Bringt das Feld e5 unter Kontrolle
und ermöglicht den folgenden Angriff. 16. ... f5 17.f3 Sf6
18.a3 Lxc3 19.bxc3 h5 (Diagramm) 20.Df2! Der Angriff
beginnt, 2 Bauern werden geopfert.
|
20. ... Ld7 21.Dg3 Dxc3 22.Le5 Dxa3 23.fxe4 Txe5 (Diagramm)
Der Riesenläufer e5 muss weg, das kostet die Qualität.
24.exf5! Txf5 25.Lxf5 Lxf5 26.Txf5 Te8 27.Te5 Dd6
28.Txe8 Sxe8 29.Df3! Besser als der Damentausch, wonach Schwarz
nochmals Gegenspiel erhält. 29. ... b5 30.Db7+ Sc7 31.Dxa7
b4 (Diagramm)
|
32.e4!
Kompromisslos setzt Weiss seinen Angriffsplan fort. 32. ...
c3 33.e5 De7 34.Db7 Kh6 35.Tf1 c2 36.Tc1 Dg5 37.Txc2 De3+ 38.Tf2
Se6 39.Dxb4 Dc1+ 40.Tf1 De3+ 41.Kh1 (Diagramm)
1-0 |
|
| Höhepunkt
der 7. Runde war die einzige Gewinnpartie. Nicht das Holz, sondern
das koordinierte Zusammenspiel der Figuren gab den Ausschlag. Ein
"Florettfechten" von höchster Präzision und
Eleganz! |
Weiss:
Wischwanathan Anand
Schwarz: Alexander Grischtschuk
Mexico-City, 20.9.2007, Runde 7
ECO C88 (Spanisch)
|
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Stellung nach 18.g4 Lg6 |

Stellung nach 30.Ta3 g5 |

Stellung nach 50.Sg6+ |
1.e4
e5 2.Sf3 Sf6 3.Lb5 a6 4.La4 Sf6 5.0-0 Le7 6.Te1 b5 7.Lb3 0-0 8.a4
b4 9.d3 d6 10.Sbd2 Sa5 11.La2 c5 12.c3 Sc6 13.d4 bxc3 14.bxc3 exd4
15.cxd4 Sb4 16.Lb1 Lg4 17.h3 Lh5 18.g4 Lg6 (Diagramm)
19.d5! Sd7 20.Sc4 Tb8 21.Lf4 Sb6 22.Sxb6 Txb6 23.Sd2 Lg5
24.Lxg5 Dxg5 25.Sc4 Tbb8 26.Dd2 Dxd2 27.Sxd2 f6 |
28.Sc4 Zum 3. Mal kehrt der Springer auf das Feld c4 zurück,
wo er viel wirkungsvoller steht als sein Nachbar auf b4 und zudem
bereit ist, entscheidend ins Endspiel einzugreifen. 28. ... Tfd8
29.f4 Lf7 30.Ta3 g5 (Diagramm) Weiss hat die Initiative
übernommen. |
31.h4!
gxf4 32.Tf3 Le8 33.Txf4 Kg7 34.h5 Verhindert den unangenehmen
Läufer-zug Lg6 34. ... Lxa4 Nun steht der Läufer
im Abseits. 35.h6+ Kxh6 36.Txf6+ Kg7 37.g5 Tf8 38.Txd6 Lc2
39.Se5 Tf4 40.Tf6 Th4 41.d6 Lxb1 42.Txb1Txe4 43.Tf7+ Kg8 44.Te7
Td8 45.Td1 c4 46.d7 Tf4 47.Tf1 Tff8 48.Txf8+ Kxf8 49.Txh7 c3 50.Sg6+
(Diagramm) 1-0 |
Chess
Classic Mainz
Weiss:
GM Wischi Anand
Schwarz:
GM Etienne Bacrot
5. FiNet Chess960 Rapid World Championship,
Runde 5 / 15.8.07
.. |
Stellung nach 30.Sd5 De8
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Stellung nach
35.Sh6++ |
| |
Weiss
steht besser, aber die schwarze Stellung scheint solide -- nur ein
Meister wie Anand sieht hier ein ersticktes Matt in 5 Zügen:
31.h4! Der Springer wird bald von g6 vertrieben.
31. ... De6 32.Dg4! Der Königsbauer g7 wird angegriffen
und zugleich gefesselt.
32. ... Lf8
Was sonst? g7 muss gedeckt werden. |
33.h5
Sh8? 34.Sde7+ Dxe7
Statt die Dame zu schlagen, wird der eingeschlossene König
mattgesetzt: 35.Sh6++ ! |
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Weiss:
Tigran L. Petrosjan
Schwarz: David Navara
ORDIX Open/Chess Classic Mainz (10) 2007
1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. d4 exd4 4. Lc4 Nf6 5. e5 d5 6. Lb5 Ne4 7.
Nxd4 Ld7 8. Lxc6 bxc6 9. O-O Lc5 10. f3 Ng5 11. Le3 De7 12. f4 Ne4
13. Nd2 f5 14. Nxe4 fxe4 15. Dd2 Lb6 16. Nb3 g5 17. f5 Dxe5 18.
Lxb6 cxb6 19. Dxg5 Tf8 20. c3 Df6 21. Dh5+ Tf7 22. Nd4 O-O-O 23.
b4 Tg8 24. Tf2 e3 25. Tf3 Tfg7 26. g3 Tg5 27. Dh3 c5 28. bxc5 bxc5
29. Nb3 Txf5 30. Dxh7 Txf3 31. Dxg8+ Kc7 32. Nxc5 e2 33. Db8+ Kc6
34. Nxd7 Tf1+ 35. Kg2 Df3+ 36. Kh3 Df5+ 37. Kg2 De4+ 38. Kh3 Txa1
39. Dc8+ Kd6 40. Nf8 e1=D 41. Dd8+ Kc6 42. Dc8+ Kb5 43. Db7+ Kc4
44. Db3+ Kd3 45. c4+ Dc3 46. Nd7 Dxb3 (s. Diagramm)
47. Nc5+ und gleichzeitig aufgegeben. 0-1
Petrosjan schliesst die verlorene Partie mit einer humorvollen
Pointe ab: einer dreifachen Springergabel -- wohl ziemlich
einmalig in der Turnierpraxis!
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Stellung nach
47.Sc5+ |
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Arctic Chess Challenge
2007, Tromsö (NOR)
Weiss:
GM Nick de Firmian (USA, 2540 Elo)
Schwarz: Even Thingstad (NOR, 1893 Elo) |
Runde
1 |
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Stellung nach
47. |
Siegessicher
zieht GM de Firmian
47. h8=D und hat nun zwei Damen auf dem Brett, aber ... sein
14jähriger Gegner holt ihn schnell auf den Boden der Realität
zurück:
47. ... Dd1+! 48. Ka2 Db3+!
49. Txb3 cxb3+ und im nächsten Zug setzt der Turm matt! |
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Young Masters
Chess Challenge, Twente (NED)
| . |
. |
. |

Stellung
nach 31. ... Te8 |
Weiss: FM Twan
Burg
Schwarz: CM Sander van Eijk
Runde 9 / 12.8.2007
Nach 29.Dxf6 Dxc2+ 30.Ka1 exf5 31.exf5 Te8 entstand folgende Stellung
(s. Diagramm links)
Statt selbst
abzutauschen, öffnet Weiss mit Tempogewinn die weisse Läuferdiagonale:
32. g5! Txe1 33.Sxe1 Dxf5 34.Lf3+ Kc7 35.Tc1+ 1 : 0
Entweder wird der König auf das Feld b8 gezwungen und dort
mattgesetzt (Db6++), oder Schwarz verliert nach dem einzigen Abwehrzug
Lc5 Freibauer und Läufer oder den Turm g7.
|
.
Stellung nach 35. Tc1+ |
| . |
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. |
Weiss: GM Igor
Lysyj .
Schwarz: GM Artjom Iljin
Runde 5 / 8.8.2007
Englisch |
1.Sf3 c5 2.c4 Sf6
3.g3 b6 4. Lg2 Lb7 5.0-0 e6 6.b3 Le7 7.Lb2 0-0 8.e3 d5 9.Sc3 Te8
10.cxd5 Sxd5 11.Sxd5 Lxd5 12.d4 Dc8 13.dxc5 Lxc5 14.Sg5 Dd7 15.Dd3
f5 16.Lxd5 exd5 17.Tfd1 Td8 18.Dc3 Lf8 19.Tac1 Sa6 20.De5 Sc5 21.b4!
Vertreibt den Springer als Deckungsfigur von e6
21. ... Se4 22.Se6! (s. Diagramm)
1 : 0
Der weisse Springer verstärkt den Druck auf g7, zugleich droht
Tc7. Schwarz verliert Material und kann die vielfältigen Drohungen
nicht mehr abwehren. |

Stellung nach 22.Se6 |
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Fifth Howard
Staunton Memorial Tournament, London
Weiss:
Peter Wells
Schwarz: Gawain Jones
Runde 2 / 8.8.07
Königsindisch (E92)
Kommentar:
Steve Giddins
|
Ein
schnelles Ende nahm die Partie zwischen Peter Wells und dem
frisch gebackenen GM Gawain Jones. Auf die etwas dubiose
schwarze Eröffnungsvariante antwortete Weiss aggressiv mit
der langen Rochade und einem Bauernangriff am Königsflügel,
ganz im Stil der sizialianischen Drachenvariante. Schon im 15. Zug
hatte Schwarz eine schlechte Stellung (s. Diagramm). Nach
langem Nachdenken entschied sich Jones für das thematische
Opfer 15. ...Lxg4, eine in solchen Stellungen gut bekannte
taktische Idee, bei der Schwarz nach 16.fxg4 Sxe4 17.Sxe4 Dxe4 18.Th3
Tab8 auf Gegenspiel hofft, während die beiden Läufer von
Weiss auf der e-Linie schlecht stehen. Statt das Opfer anzunehmen,
fand Wells den viel stärkeren Zug 16.hxg6 fxg6 17.e5!,
der die Idee von Schwarz total widerlegt. Jones fand nach langer
Bedenkzeit keine bessere Fortsetzung als 17...Dxe5 18.Ld4 De6 19.fxg4,
wonach er eine Figur ohne Kompensation eingebüsst hatte und
wenige Züge später aufgab. Es folgte noch: 19. ... Se4
20.Sxe4 Lxd4 21.Dxd4 Dxe4 22.Th2 Dxd4 23.Txd4 Te5 24. Lf3 c5 25.Txd6!
cxd6 26. Lxa8 Kg7 27.Kd2 1 : 0 |

Stellung
nach 15. h5
|
Weiss:
Jan Smeets
Schwarz: Jonathan Speelman
Runde 2 / 8.8.07
Französisch (C11)
Kommentar:
Steve Giddins |
In
dieser Partie gewann der junge holländische GM dank der wackligen
Eröffnung Speelmans einen Bauern, doch der Engländer konnte
sich in ein Endspiel mit verschiedenfarbigen Läufern retten.
Statt der erwarteten langwierigen technischen Abwicklung fand Smeets
die folgende hübsche Matt-Kombination (s. Diagramm):
45.Ld6+ Kb3 46.Te3+! (viel stärker als der Abtausch,
wonach Schwarz noch Widerstand leistet) Kxb2 47.Le5+! Kc2
48.Th2!, und plötzlich hat der schwarze König keine
Fluchtfelder mehr. Das drohende zweizügige Matt [49.Kf1+ Kc1
50.Te1++] versuchte Schwarz mit dem Verzweiflungs-zug 48. ...Txf3
49.Txf3 Lxf3 abzuwehren, aber auch hier spielte Weiss präzis
bis zum Ende mit 50.Ke3+! (besser als 50.Kxf3+, wonach der
c-Bauer noch Probleme machen könnte) 50. ...Kb3 51.Tb2++ 1
: 0
Ohne den neutralisierten c-Bauern steht Schwarz hoffnungslos und
gab auf. |

Stellung nach 44. ... Taf8 |
Weiss:
Jan Werle
Schwarz: Ivan Sokolov
Runde 2 / 8.8.07
Slawisch (D10)
Kommentar:
Steve Giddins |
Nicht
besser als dem tragischen Helden König Lear*, der mutig
in den tosenden Sturm hinauswandert, erging es Jan Werles
König in der spannenden Partie gegen Ivan Sokolov. In
beidseitiger Zeitnot versuchte Werle mit 26. Kg5 (statt Ke3 Sxb2
mit klarem Vorteil für Schwarz) die Stellung zu komplizieren
(s. Diagramm). Sokolov behandelte den Eindringling in sein
Revier jedoch wenig gastfreundlich und setzte ihn wie folgt ausser
Gefecht:
26...h6+ 27.Kxg6 (27 Kh4 vermeidet zwar das Matt, aber Weiss verliert
trotzdem) Se5+ 28.Kg7 Ke7 29.Sxf5+ Ke6 30.Sd4+ Kd5 31.Txb4
(mit dieser Taktik rettet Weiss die angegriffene Figur, aber jetzt
beisst die weisse Majestät ins Gras):
31. ...Tbg8+! 32.Kf6 Tg6+ 33.Ke7 Th7+ 34.Kf8 Tf7+ 35.Ke8 Tg8#
matt.
* Weniger bekannt als Howard Stauntons Schacherfolge ist, dass
er eine eigene Ausgabe von Shakespeares Werken mit Anmerkungen publiziert
hat!
|

Stellung nach 25. Txc4 Sd3+ |
Weiss: Jan Werle
Schwarz: Jan Smeets Runde 8/ 15.8.07
(ECO D44)
Kommentar:
Steve Giddins |
Schockierende
Überseher passierten sowohl Erwin L'Ami (gegen Ivan
Sokolov) als auch Jan Smeets gegen Jan Werle
(s.Diagramm). Werle mit Weiss hatte soeben 17.Sc3-e4 gezogen
und erwartete nun eine Fortsetzung wie 17...Dc7 18.Se5 0-0-0 19.Sxd7
Dxd7 20.Txf8 Txf8 21.Sc5, mit interessanter Kompensation. Er traute
seinen Augen kaum, als Smeets nach über 10 Minuten Nachdenken
17. ... f5?? zog und damit die elementare Drohung
des weissen Springerzugs ignorierte. Werle setzte planmässig
fort mit 18.Sd6+ Ke7 (der Läufer f8 ist gefesselt und darf
nicht schlagen) 19.Sxb7, womit er eine ganze Figur gewann. Nach
ein paar weiteren Zügen gab Smeets entnervt auf. |

Stellung
nach 16.Se4 |
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40. Internationales
Schachfestival, Biel
Alexander
Grischtschuk - Judit Polgar
Runde 8 / 1.8.2007 |
.. |
.. |
| Ein
sensationelles Remis erzielte Judit Polgar in Runde 8, als
sie in längst verlorener Stellung gegen Alexander Grischtschuk
tapfer weiterkämpfte und mit einem ebenso überraschenden
wie unannehmbaren Figurenopfer zwei Mehrbauern Grischtschuks ausschaltete!
|
. |
65.Ke4-f3
Sf6-g4!!
(s. Diagramm)
Der Zug, der das Remis rettete!
Nach Sxf3 steht der schwarze König im Patt. Zudem droht Sh2+ mit
Bauernverlust oder Dauerschach.
Es folgte noch:
66.Sc4 Sh2+ 67.Ke4 Sf1 68.Se3 Sxg3 69.Ke5 Kh2 70.Kd6 Sh5 71.f5 Sg7
72. f6 ½-½
Auch der letzte Bauer wird geschlagen -- eine böse Überraschung
für den WM-Kandidaten Grischtschuk. |
Kommentierte
Partien:
. |
Magnus
Carlsen - Yannick Pelletier
Runde 7 / E32 Nimzoindisch
Loek van
Wely - Teimur Radschabow
Runde 7 / E97 Königsindisch
|
kommentiert in der NZZ vom 1.8.07 von IM Richard Forster
|
| Kommentierte
Partien: |
Leonid Kritz - Mohamad Al-Modiahki
Milos Pavlovic - Swjetlana Matwjejewa |
kommentiert
im TA vom 11.8.07 von IM Beat Züger. |
| . |
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| Analyse: |
Boris
Avrukh - Xiangzhi Bu
Runde 4 / D10 |
Ausführliche
Analyse von GM Misho Cebalo im Bulletin 9 / ChessBase
Data (Switzerland)
|
| . |
. |
. |
8.
Internationales Grossmeisterturnier, Banja Luka
Kortschnoj
- Vukic
26.7.2007 / R5
ECO A53. |
Nach
27. e5 cxd5 28.g4 Le6 29.Db1 Sg7 muss Weiss sehr weit vorausgerechnet
haben, denn er zog 30. Td4! (Diagramm 1)
|
. |
| . |
Es
folgte 30. ... Sc6 31.Sxd5 Sxd4 32.Sf6+ Kh8 33.Sxd4 Lc5 34.Sxe8
Die geopferte Qualität ist bereits zurückgewonnen. 34.
... Lxd4 35.Sd6 Lxf2+36.Kxf2 b6 37.f5! gxf5 38.gxf5 Txd6 39.exd6
Die zweite Qualität wird erobert. 39. ... Sxf5 40.Db2+ Kg8
41.Td1
(Diagramm 2) und Weiss gewinnt mit Freibauer und Qualität
(der Bauer e6 ist natürlich tabu: Sxe6? De5! usw.)
1-0 |
. |
|
Jakovljevic
- Vukic
24.7.2007 |
42.Dg6
Sf8 43.Dg4 Tb7 44.Txe5 dxc4?
(Diagramm 1)
45.Te8! Wunderschön, dieser Zug!
Der Turm ist tabu wegen der drohenden Springergabel Sf6+, daher
45. ... Dd3 46.Txf8+Kxf8 47.Dc8+ Kf7 48.Dxb7+ Ke6
1-0 |
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| . |
. |
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22. Nordsee-Cup
(Vesterhavsturnering), Esbjerg (DEN)
Weiss: Jesper Lauridsen
Schwarz: Niels Bindzus
Esbjerg, 18.7.07 |
"Kungsleden"
heisst die lange, einsame Wanderroute durch Nordschweden, die König
Gustav Wasa im Mittelalter auf der Flucht vor seinen Feinden zurücklegen
musste. |
Jesper
Lauridsens Partie bietet eine hübsche Reminiszenz an dieses historische
Ereignis. |

Stellung nach 7. ... Sbd7 |
Stellung nach 17. ... a5 |
Stellung nach 25. Sg5++ |
|
1.e4 c5 2. Sf3 d6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sf6 5.Sc3 a6 6.Lc4 e6 7.0-0 Sbd7?
Provoziert das bekannte Läuferopfer auf e6: |
8.Lxe6! fxe6 9.Sxe6 Da5 10.Ld2 Kf7 11.Sd5 Da4 12.b3 Da3 13.Sg5+
Kg8 14.Lb4 Db2 15.Lc3 Da3 16.Lb4 Db2 17.f4 a5 |
18.Dd3! Zum Halali auf den König genügen auch Dame und Springer
18. ... axb4 19. Dc4 g6 20.Sxf6+ Kg7 21.Se8+! Nutzt die schwarze
Unterentwicklung geschickt aus
21. ...Kh6 22.Sf7+Kh5 23.De2+ Kh4 24.g3+Kh3 25.Sg5++ 1:0 |
Weiss: Alexander Karpatschew
GM 2466
Schwarz:
Christoph Engelbert 2240
Esbjerg, Runde 7 / 18.7.07 |
.. |
.. |
| |
Stellung nach 14. ... g5 |
Stellung
nach 21.Dg6 |
|
1.e4 g6 2.d4 Lg7 3.Sc3 d6 4.f4 Sc6 5.Le3 Sf6 6.Sf3 0-0 7.Dd2 e6
8.0-0-0 b6 9.h4 Lb7 10.h5 Sxh5 11.g4 Sg3 12.Th3 Sxf1 13.Txf1
h6 14.f5 g5 (Diagramm 1) |
15.Sxg5! hxg5 16.f6! Lxf6 17.Dh2 Te8 18.Th7 Lg7 19.Dh5 Te7
20.Th1 f6 (Diagramm 2) Auf diesen Zug hatte Schwarz vertraut,
um das Feld g7 zu decken, aber ... |
... nun ist g6 ungedeckt, und die Fesselung des Läufers entscheidet:
21.Dg6! 1 : 0
Das Matt auf h8 ist nicht mehr abzuwenden. |
Weiss: Allan Stig Rasmussen
FM 2450
Schwarz:
Bjørn Brinck-Claussen
Esbjerg, Runde 9/ C18 19.7.07 |
.. |
.. |
| |
Stellung nach 26. ... Sd4 |
Stellung
nach 37. ... Sc5 |
1.e4 e6 2.d4 d5 3.Sc3 Lb4 4.e5 c5 5.a3 Lxc3+ 6.bxc3 Se7 7.Dg4 Dc7
8.Dxg7 Tg8 9.Dxh7 cxd4 10.Se2 Sbc6 11.f4 Ld7 12.Dd3 dxc3 13.h3 0-0-0
14.g4 Kb8 15.Dxc3 Tc8 16.Ld2 Dd8 17.Tb1 Ka8 18.Lg2 b6 19.Dd3 Sg6
20. 0-0 Sh4 21.Lh1 Se7 22.Sd4 Dc7 23.Lb4 Sef5 24.Sxf5 Sxf5
|
25.Tf2 Dc4 26.Kh2 Sd4
Schwarz hat genug Kompensation für den Minusbauern und
verstärkt den Druck auf c2. Falls Weiss die Damen tauscht,
kommt der schwarze Angriff erst recht in Fahrt. Daher entschliesst
sich Weiss zur Flucht nach vorn:
|
27.Dh7! La4 28. Dxf7 Lxc2 29.Te1 a5 30.Ld2 Sb3 31.Dxe6 Tcd8
32.Le3 Tg6 33.De7 Th8 34.Dd7 Le4 35.Lxe4 dxe4 36.Td1 Tgh6 37.g5
Sc5
38. Dd8+ 1 : 0
Nach 38. ...Txd8 39. Txd8+ Kb7 40.gxh6 ist der weisse Bauernsturm
nicht aufzuhalten. |
Weiss: Allan Stig Rasmussen
FM 2450
Schwarz:
John Rendboe
FM 2238
Esbjerg, Runde 7 / 18.7.07 |
.. |
.. |
| |
Stellung nach 17. ... Se7 |
Stellung
nach 18.De1 |
|
1.e4 c5 2.Sf3 Sc6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 e5 5.Sb5 d6 6.c4 a6 7.S5c3 Sf6
8.Le2 Le7 9.Le3 0-0 10.0-0 Le6 11.Sa3 Tc8 |
12.Tc1 Se8 13.Dd2 h6 14.Sc2 Lg5 15.Sd5 Lxe3 16.fxe3 Dh4 17.Ld3 Se7?
18. De1! 1 : 0 aufgegeben |
Es drohte Figuren- und Qualitätsverlust: Dxe1? Sxe7+ Kh8 Tcxe1 Tc7
Sg6+ fxg6 Txf8+ usw...
Auch 18. ... Dg5 hilft nicht wegen 19.h4 |
Schweiz. Einzelmeisterschaften 2007,
Leukerbad
12.-20. Juli 2007
| Castagna,Renzo
(2180) - Vucenovic,Dragomir (2296) [E05] Katalanisch |
Partiekommentar:
Dragomir
Vucenovic
Stellung
nach 33.Tfd5
|
. |
In
dieser Entscheidungspartie um die Titelverteidigung musste Schwarz
die richtige Taktik wäh-len, um den Gegner wenn mög-lich zu überraschen.
1.d4 Sf6 2.Sf3 e6 3.g3 d5 4.Lg2 Le7 5.0-0 0-0 6.c4 dxc4 7.Dc2
Ld7 Bisher ist die Partie gleich wie unter den gleichen Gegnern
bei der SEM 2006 gelaufen. Jetzt spielt Schwarz die neue Variante,
um den Gegner vor neue Herausforderungen zu stellen.
8.Se5 Prompt spielt Weiss nicht die beste Fortsetzung (8.
Dxc4), sondern mit seinem Springerzug hebt er die Hoffnung auf die
Öffnung der langen Diagonale h1-a8. |
8...Sc6 9.Sxc6 [9.Dxc4 Sd5 10.Sc3 (10.Lxd5 Sxe5 11.dxe5 exd5
12.Dxd5 c6 13.Db3 Dc7 14.Lf4 Le6 15.Dc3 Db6 16.Sd2 Db5 17.Tfe1 Lb4
18.Dd3 Dxd3 19.exd3 Tad8 20.a3 Le7 21.Se4 Txd3 22.Tad1 Tfd8 23.Txd3
Txd3 24.h4 c5³) 10...Sxe5 11.dxe5 c6 12.e4 (12.Td1 Db8 13.Db3
Dc7 14.Lf4 Sxc3 15.bxc3 Tad8 16.Td2 b5 17.a4 a5 18.Tad1 b4 19.c4
c5³)
12...Sxc3 13.Dxc3 Dc7 14.Le3 c5 15.Tac1 b6 16.b4 c4 17.h3 b5³]
9...Lxc6 10.Lxc6 bxc6 11.Dxc4 Dd5
Schwarz übernimmt die Kontrolle im Zentrum.
12. ... Da4 Auch die Dame am Rande ist doch im Schatten des
Geschehens.
12...c5 13.dxc5 Lxc5 14.Sc3 Dh5 Die schwarze Dame geht an
den Rand, aber dafür hat sie den weissen König im Visier.
15.Kg2 Lb6 Es wäre noch besser, mit einem Turm die offene
d- oder b-Linie sofort zu besetzen.
16.Dc4 Tad8 17.h3 Sd5 Der schwarze Springer auf dem zentralen
dominanten Feld. |
18.Sa4
Weiss möchte den schwarzen starken Läufer abtauschen, aber besser
wäre 18. Dg4.
18...f5 19.Sxb6 axb6 20.e4 fxe4 21.Dxe4 Df5. Schwarz bietet
Damentausch an und Übergang in ein etwas günstigeres Turmendspiel.
22.De2 [22.Dxf5 exf5 23.Lg5 Td7 24.a3 h6³] 22...e5 23.a4
e4 24.Ta3 c5 25.a5 [25.f3 e3 26.Lxe3 Tde8 27.Td1 c4 28.Td4 Te6
29.Dxc4 Dxf3+ 30.Kh2 Td8µ]
25...bxa5 26.Txa5 Sb4 27.Dc4+ [27.Le3 Td5 28.Dc4 Sd3 29.Lxc5
Tc8 30.b4 h5³]
27...Kh8 28.Txc5 [28.Dxc5 Td5-+; 28.Le3 Sd3 29.Lxc5 Tf6
30.Dc3 Th6 31.h4 Txh4 32.gxh4 Dg4+ 33.Kh1 Dxh4+ 34.Kg1 Dg4+ 35.Kh1
Sf4 36.Dg3 Dh5+ 37.Kg1 Se2+ 38.Kg2 Sxg3 39.fxg3 Td2+ 40.Tf2 Df3+-+]
28...Df3+ 29. Kg1 Sd3 30.Le3 [30.Td5 Se1-+] 30...Sxc5
31.Dxc5 h6 32.b4 Tf5 33.Da7 Tfd5
Gegen die Drohungen auf der ersten Reihe ist Weiss machtlos. Schwarz
gewinnt die Partie und übernimmt vor der letzten Runde allein die
Tabellenführung. 0-1 |
| . |
. |
. |
Monika Seps
- Lorenz Wüthrich
Runde 2 / 13.7.07
ECO B53 |
. |
. |

Stellung nach 14. ...Sb4 |

Stellung nach 18.Tc1
Stellung nach 27. ...Tc8 |

Stellung nach 37. ... Ke7 ... |
| 1.e4 c5 2.Sf3 d6
3.d4 cxd4 4.Dxd4 a6 5.c4 Sc6 6.Dd2 Sf6 7.Sc3 g6 8.b3 Lg7 9.Lb2 0-0
10.Le2 Da5 11.Sd5 Dxd2+ Sxd2 Sxd5 13.Lxg7 Kxg7 14.cxd5 Sb4 |
15.Kd1 Um die Drohung
Sc2+ abzuwehren, verzichtet Weiss auf die Rochade; nach dem Damentausch
steht der König im Zentrum sicher. 15. ... a5 16.a3 Sa6 17.Lxa6
Txa6 18.Tc1 Nun hat Weiss die Initiative und dringt vorentscheidend
in die 7.Reihe ein. 18. ... Td8 19.Tc7 Kf8 20.Ke2 Tb6 21.Thc1 Ld7
22.T1c3 e5 23.Sc4 Lb5 24.Tf3 Lxc4+25.bxc4 Tb2+ 26.Kd1 Kg8 27.Tfxf7Tc8!
Erzwingt den Turmabtausch auf der 7.Reihe, um den Preis von
2 Bauern, die Schwarz aber zurückholt. |
28.Txh7 Txc7 29.Txc7
Txf2 30.Txb7 Tf4 31.Kc2 Txe4 32.Kd3 Te1 33.Td7 Ta1 34.Txd6
Txa3+ 35.Ke4 Kf7 36.Kxe5 Tc3
37.Tf6+ Ke7 1 : 0 |
Weiss: Werner
Ziltener -
Schwarz: Dragomir Vucenovic
Runde 4 / 15.7.07 |
. |
. |
| . |

Stellung nach 18.g3
.. Stellung nach 33. ... g5 |

Stellung nach 36. ... Lxg4 |
| 1.d4 Sf6 2.Sf3 e6
3.c4 b6 4.Sc3 Lb7 5.e3 Le7 6.Ld3 0-0 7.0-0 d5 8.cxd5 exd5 9.Se5
Sbd7 10.Sxd7 Dxd7 |
11.Df3 g6 12.b3 Sh5 13.Lb2 f5
14.Dh3 Tae8 15.Se2 Sf6 16.Kh1 Ld6 17.Sg1 Sg4 18.g3 f4! 19.gxf4
Lc8 20.Df3 c6 21.Tae1 Dg7 22.Dg2 Dh6 23.Lc1 Sf6 24.f3 Sh5 25.Te2
Kh8 26.Tfe1 Le7 27.Sh3 Ld6 28.Sg5 Dg7 29.Lb2 Lg7 30.Sh3 Df6 |
31.Sf2 Dh4 32.Lc1
Te7 33.Ld2 g5
34.Sg4 gxf4 35.Kg1 Tg7 36.e4 Lxg4!
0 : 1 Die offene g-Linie entscheidet;
Kf1 hilft auch nicht mehr wegen Lh3 |
Weiss: Werner
Eggenberger -
Schwarz: Dragomir Vucenovic
Runde 9 / 20.7.07 / B43 |
|
1.e4 c5 2.Sf3 e6
3.d4 cxd4 4.Sxd4 a6 5.Sc3 Dc7 6.Ld3 b6 7.0-0 Lb7 8.De2 Sc6 9.Sxc6
Dxc6 10.Te1 Le7 11.Dg4 Sf6 12.Dh3 d6 13.f4 Dc7 14.a4 h5 15.b4 Kf8
16.Ld2 Td8 17.Dg3 h4 18.Df2 h3 19.g3 d5 20.e5 Se4 21.Sxe4 dxe4 22.Lxe4
Lxe4 23.Txe4 Dxc2 24.Td4 Txd4 25.Dxd4 Dc6 26.Df2 g6 27.Tc1 Dxa4
28.Dxb6 Kg7 29.Db7 Te8 30.g4 Da2 31.Le3 De2 32.Lf2 Dxg4+ 33.Lg3
De2 34.Te1 Dd2 35.Tb1 Tb8! (Diagramm) |
| |
Stellung nach 35.
Tb8 |
36.De4 Txb4 37.Txb4
Lxb4 38.Kf1 Dd1+ 39.Le1 Dxe1+ 40.Dxe1 Lxe1 41.Kxe1 0 : 1 |
| |
Der giftige Bauer
auf h3 macht diesen überraschenden Zug möglich! Nun erobert
Schwarz den Bauern b4 und kann alle Offiziere abtauschen. Das Bauernendspiel
ist für Weiss hoffnungslos, daher 0 : 1 |
|
Wählen Sie die schönste Bundesligapartie 2006
| Hier
unsere Wahl: |
|
Abstimmen
können Sie bis 5. August unter:
http://www.chess-international.de/schach-ticker-blog
/?p=594. sowie
|
Weiss:
Victor Laznicka 2596
Schwarz:
Gabriel Sargissjan 2667
Deutsche Bundesliga
SC Kreuzberg - SC Bann
10.12.2006
ECO D38
|

Stellung nach 22. ... Sc5 |
1.d4
Sf6 2.c4 e6 3.Sf3 d5 4.Sc3 Lb4 5.cxd5 exd5 6.Lg5 Sd7
7.Tc1 c6 8.e3 Da5 9.Db3 Se4 10.Lf4 c5 11.a3 Lxc3 12.bxc3
c4 13.Db4 Dxb4 14.axb4 a5 15.bxa5 Txa5 16.Sg5 Sxg5
17.Lxg5 Sb6 18.Tb1 Sa4 19.Kd2 b5 20.Le2 Lf5 21.Ta1 Kd7
22.Ta3 Sc5! (s. Diagramm 1)
23.Txa5 Sb3+
24.Kd1 Sxa5 25.Kc1 b4 26.cxb4 Tb8!
(s. Diagramm 2)
27.Ld1
Txb4 28.Lc2 Sb3+ 29.Kd1 Ld3! 30.Te1 Ta4 31.Lxb3
cxb3 32.Kd2 b2!
(s. Diagramm 3)
0 : 1
|

Stellung nach 26. ...Tb8 |
|

Stellung nach 32. ...b2 |
Canadian
Open 2007, Ottawa (CAN)
WFM
Dalia Kagramanow (1774) -
GM Sipke Ernst (2555)
13.7.07 Ottawa, Runde 8
ECO C02 (Französisch) |
|
 |
| 1.e4
e6 2.d4 d5 3.e5 c5 4.c3 Sc6 5.Sf3 Ld7 6.a3 f6 7.b4 fxe5 8.dxe5 Dc7
9.Lf4 Sge7 10.Ld3 h6 11.h4 g6 12.0-0 0-0-0 13.Sbd2 Lg7 14.Te1
Tdf8 15.Lh2 g5 16.hxg5 hxg5 17.g4? (s.Diagramm unten) |
17.
... Txh2!
18.Kxh2 Sxe5 19.Sxe5
Lxe5+ 20.Kg2 Lxc3 21.Ta2 ...
(s.Diagramm
unten)
|
21.
... Txf2!
Das 2. Turmopfer schlägt durch; die Annahme ist erzwungen.
22. Kxf2 Dh2+ 23.Kf1 Dh3+ 24. Kf2 Ld4+
25.Te3 Lxe3+ (s.Diagramm
unten)
0 : 1 Aufgegeben, da Matt in 2 Zügen |

Stellung nach 17. g4 |

Stellung nach 21. Ta2 |

Stellung nach 25. ... Lxe3+ |
|
.. |
.. |
| .. |
.. |
.. |
Sparkassen-Turnier, Dortmund
(GER)
Wladimir
Kramnik - Magnus Carlsen
Dortmund 27.6.07 Runde 4
ECO E06 Katalanische Eröffnung |
1.
Sf3 Sf6 2.c4 e6 3.
g3 d5 4. d4 Le7 5. Lg2 0-0 6. 0-0 dxc4 7. Dc2 a6 8. Dxc4 b5 9.
Dc2 Lb7 10. Ld2 Sc6 11. e3 Sb4 12. Lxb4 Lxb4 13. a3 Le7 14. Sd2
Tac8 15. b4 a5 16. Se5 Sd5 17. Sb3 axb4 18. Sa5 La8 19. Sac6 Lxc6
20. Sexc6 Dd7 21. Lxd5 exd5 22. Axb4 Tfe8 23. Ta5 Lf8 24. Se5
De6 25. Taxb5 Tcb8 26. T5xb8 Texb8 27. Dxc7 Ld6! 28. Da5 Lxb4!?
29. Tb1! Dd6 30. Da4! 1-0
|
|

Stellung nach
30. Da4 |
Mit
seinem 30. Zug erobert Kramnik
noch einen Bauern:
30. ... Lc3 31. Txb8+ Dxb8 32. Dc6
oder 30. ... Ld231. Txb8+ Dxb8 32. Da2
(Kommentar: IM Beat Züger)
|
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| |
Diese
Partie ist im Zürcher "Tages-Anzeiger" vom 30. Juni
von IM Beat Züger ausführlich kommentiert. |
|
AeroSvit-Turnier,
Foros
(Krim, UKR)
Hier
die entscheidende Siegpartie von Wassili Iwantschuk in der 10. Runde:
Schirow - Iwantschuk
Foros 28.6.07
ECO C91 Ruy López
1. e4 c5 2. Sf3 Sc6 3. Lb5 a6 4. La4 Sf6 5. 0-0 b5 6. Lb3 Le7 7.
d4 d6 8. c3 -0 9. Te1 Lg4 10. Le3 exd4 11. cxd4 d5 12. e5 Se4 13.
Sc3 Sxc3 14. bxc3 Dd7 15. h3 Lh5 16. g4 Lg6 17. Sd2 a5 18. f4 a4
19. Lc2 Lxc2 20. Dxc2 f5 21. exd6 ep Lxd6 22. Sf3 Tae8 23. Lf2 h5
24. Dg6 Te4 25. Txe4 dxe4 26. Sh2 Sxd4 27.cxd4 Lxd4 28.Tb1 e3 29.
Lg3 h4 30. Lxh4 Txf4 31. Dd3 Dd5 32. Sf1 Tf2 33. Sfxe3 Tg2 34.Kh1
Df3 0-1 |
Infolge einer etwas ungewöhnlichen Zugfolge in der klassischen
spanischen Eröffnung (z.B. 9. Schirows Zug 9. Te1 anstelle
des üblicheren 9. h3) kam eine Stellung mit dem frühen
Zug d4 von Weiss aufs Brett. Schirow verbrauchte viel Bedenkzeit
für die theoretisch möglichen Zuge. Im 16. Zug wählte
Schirow das ambitiöse g4. Iwantschuks Gegenzug 17. ...a5 war
eine Neuerung, aus der sich eine komplizierte Stellung ergab, in
der Schwarz gut zu stehen scheint. Statt 23. Lf2 hätte Schirow
23. Se5 versuchen können. Iwantschuk fand mit 23. .... h5!?
eine interessante Antwort. Schirow ver-brauchte sehr viel Bedenkzeit
für seinen nächsten Zug; wahrscheinlich rechnete er die
ultrascharfe Fortsetzung 24. f5 hxg4 25, hxg4 g6 aus. Eine weitere
Option war 24. Sh2. Schirow spielte 24. Dg6, und nach 24. Te4 25.
Txe4 dxe4 26. Sh2? (besser war 26. Sg5) fand Iwantschuk den hübschen
Gegenschlag 26. ...Sxd4!! Nach 27. cxd4 Lxd4 28. Tb1 e3! steht Schwarz
auf Gewinn. Iwantschuk machte mit 29. ... h4! noch einen ausgezeichneten
Zug. Eine eindrückliche Gewinnpartie Iwantschuks und eine der
besten Partien des Turniers überhaupt. Schirow machte wahrscheinlich
nur einen einzigen Fehler (Kommentar: GM Michail Golubjow).
0 - 1 |
. . . . . . |

Stellung nach
34. ...Df3 |
Weiss
gab auf, da die Drohung 35. ... Dxh3++ nicht abzuwenden ist (falls
35. Sxg2 Dxd3). |
|
| |
|
|
Jakowenko - Schirow
Foros 27.6.07 9. Runde:
ECO B33 Sizilianisch |
Wunderschön
beendete Alexej Schirow mit Schwarz seine Partie gegen Dmitri
Jakowenko in der 9. Runde. Hier der Schluss der Partie: |
|
Stellung nach
45. Lxd3 |
41.
e5! dxe5 42. fxe5 Le7 43 Df4 Txd3 44. Dxf7 Kh6 45. Lxd3 Dxc3!!
(siehe Diagramm)
46. Kxc3 Lb4+ 47. Kd4 Txf7 48. e6 Tg7 49. Ta1 g5 50. Tf1 g4 51.
Ke4 Le7 52. Le2 h4 53. Tf5 g3 0 - 1 |
|
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|
EU-Einzelmeisterschaft, Arvier (Aostatal)
WM-Kandidatenturnier, Elista
26. Mai - 14. Juni 2007
| . |
Am
WM-Kandidatenturnier in Elista war bis zuletzt ungewiss, wer von
den 16 teilnehmenden Grossmeistern sich als vierter und letzter
Finalist für die Endrunde in Mexiko im September qualifizieren
würde. In der entscheidenden 2. Runde stand es nach den 6 Partien
mit klassischer Bedenkzeit zwischen den beiden Russen Rubljowski
und Grischtschuk unentschieden 3:3. Auch im Stichkampf (3
Rapidpartien) fiel die Entscheidung erst in der letzten Rapidpartie.
|
. |
| . |
Die
entscheidende 3. Rapidpartie vom 13. Juni verlief äusserst
spannend und nahm ein unerwartetes Ende.
Wir bringen den Schluss der Partie: |
. |

Was
wäre auf 39. De2 gefolgt?
* Kommentare von GM R. Schtscherbakow
|
Weiss:
Sergej Rubljowski (RUS, 2680)
Schwarz: Alexander Grischtschuk (RUS, 2717)
Stichkampf vom 13. Juni 2007 (3. Rapidpartie)
33. Dxe5 Df7
34. Dxg5 Sf6
35. f3 Dd7+? Schwarz hätte sich mit 35. ...De6 begnügen
sollen.*
36. Dd2? Mit 36. Kc1! hätte Weiss seine Stellung
konsoli-dieren können, da 36...Sd5?? an 37.Td8! scheitert.*
36. ...Db5
37. c3 Sd5
38. Th1 Le3
39. De2 (s.-->Diagramm) -- 0 : 1 wegen Zeitüberschreitung!
Wenn man von der hochgradigen Zeitnot absieht (beide Spieler
hatten noch weniger als 5 Sekunden Bedenkzeit), stand Weiss mit
seinem beiden verbundenen Freibauern + Turm gegen 2 Leichtfiguren
klar auf Gewinn. Sein letzter Zug (De2) erscheint ganz natürlich:
Weiss strebt den Damenabtausch an und deckt zugleich die Schwäche
b2.
Warum war das trotzdem der Verlustzug?
(s.--->Lösungen)
|
. |
9.
Senioren-Mannschafts-EM, Dresden
15.
- 24. Februar 2007
| |
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SG Leipzig
- Schweiz 2 : 2 (9. Runde)
(1) Böhnisch,
M. (2378) - Kortschnoi, V. (2629) 1.e4 c5 2.¤f3 e6 3.b3
d6 4.c4 ¤c6 5.¤c3 ¥e7 6.g3 ¥f6 7.¥g2 ¤ge7 8.0–0 0–0 9.¥b2 a6 10.£e2
¦b8 11.¤d1 ¥xb2 12.¤xb2 e5 13.¤e1 b5 14.d3 ¤d4 15.£d2 ¤ec6 16.¤d1
¥g4 17.f3 ¥d7 18.¤e3 a5 19.¤1c2 bxc4 20.¤xd4 ¤xd4 21.¤xc4 a4 22.¤xd6
axb3 23.¤c4 ¥e6 24.¤xe5 f6 25.¤g4 c4 26.¢h1 cxd3 27.axb3 ¤xb3
28.£a2 d2 29.¦ad1 £d4 30.¦f2 ¦a8 31.¦fxd2 ¦xa2 32.¦xd4 ¤xd4 0–1
|
(3) Neukirch,
D. (2301) - Glauser, H. (2193) 1.e4 c5 2.¤f3 ¤c6 3.d4 cxd4
4.¤xd4 ¤f6 5.¤c3 d6 6.¥c4 £b6 7.¤b3 e6 8.0–0 ¥e7 9.¥e3 £c7 10.¥d3
a6 11.f4 b5 12.¢h1 ¥b7 13.£f3 0–0 14.£h3 g6 15.f5 exf5 16.exf5
¤e5 17.¥g5 ¤xd3 18.cxd3 b4 19.¤e2 £d7 20.£h4 ¦fe8 21.¤bd4 ¤h5
22.f6 ¥f8 23.¤f4 ¤xf4 24.¦xf4 ¦e5 25.¦f2 ¦ae8 26.¥d2 a5 27.£g3
h5 28.¥f4 ¦d5 29.¤e2 £g4 30.¦d1 ¥a6 31.£xg4 hxg4 32.h3 gxh3 33.gxh3
¦xd3 34.¦xd3 ¥xd3 35.¤d4 d5 36.¦d2 ¦e1+ 37.¢h2 ¥e4 38.¢g3 g5 39.¥c7
a4 40.¤c6 ¦g1+ 41.¢h2 ¦h1+ 42.¢g3 ¦g1+ ½–½
|
|
(2) Vucenovic, D. (2290) - Braun, G. (2301) 1.c4 e6 2.b3
d5 3.¥b2 ¤f6 4.¤f3 ¥e7 5.g3 0–0 6.¥g2 c5 7.0–0 ¤c6 8.cxd5 exd5 9.d4
¦e8 10.¤c3 ¥g4 11.dxc5 ¥xc5 12.¤b5 ¤e4 13.¤bd4 £b6 14.¦c1 ¥xf3 15.exf3
¤xf2 16.¦xf2 ¥xd4 17.¥xd4 ¤xd4 18.¥f1 ¦e1 19.£xd4 ¦xf1+ 0–1 |
(4) Hohler, P. (2169) - Böhlig, H. (2261) 1.d4 ¤f6 2.c4 e6
3.¤c3 ¥b4 4.e3 0–0 5.¤ge2 d5 6.a3 ¥e7 7.¤f4 c6 8.¥d3 ¤bd7 9.¤h5
dxc4 10.¥xc4 e5 11.¤xf6+ ¥xf6 12.d5 ¤b6 13.¥a2 cxd5 14.¤xd5 ¤xd5
15.¥xd5 ½–½ |
|
| |
|
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Tal-Memorial,
Moskau
6.-18.
November 2006
Weiss:
Ruslan Ponomarjow (UKR)
Schwarz: Alexander Morosewitsch (RUS) |
Eine
glänzende Partie - ganz im kombinatorischen Stil Michail Tals -
lieferte Ruslan Ponomarjow, besonders am Schluss der Partie.
Das Endspiel erwies sich als derart spannend, dass der am Turnier
anwesende Anatoli Karpow sie begeistert zu analysieren begann. Ein
doppeltes Bauernopfer im Endspiel ist in der Turnierpraxis ein seltenes
Ereignis, und Anatoli Jewgenjewitsch wurde schon von weitem auf
diese Möglichkeit aufmerksam.
Dank diesem schönen Sieg rückte Ponomarjow nach Runde
3 an die Tabellenspitze vor, während Morosewitsch vorerst auf
dem ungewohnten letzten Platz bleibt. |
 |
(Runde 3)
Sizilianisch [E39]
|
1.e4
c5 2.Sf3 d6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sf6 5.Sc3 a6 6.Le3 e6 7.g4 d5.
Wie erwartet präsentiert uns Alexander Morosewitsch wieder eine
neue Eröffnungsidee. 8.g5 Sxe4 9.Sxe4 dxe4 10.Dg4 Sd7 11.0-0-0
Da5 (Diagramm 1) 12.Sb3 Df5 13.Dg3 Le7 14.h4 Df3 15.Dh2
Df5 16.Lg2 0-0 17.Dc7 Ld8 18.Dc4 Lb6 19.Lxe4 Lxe3+
20.fxe3 De5 21.Dd4 Tb8 22.h5 b6 23.h6 g6 24.Sd2 b5 25.Sf3 Dxd4 26.exd4
26...Tb6 27.Thf1 b4 28.Tde1 a5 29.Se5 Sxe5 30.dxe5 Tb5 31.Ld3
Tc5 32.Tf4 Lb7(Diagramm 2) 33.Tc4 Tfc8 34.Txc5 Txc5
35.Kd2 Td5 36.Te4 Kf8 37.c4 Tc5 38.Te3 Ke7 39.b3 Kd8 40.Le4 Lc8
41.Lf3 (Diagramm 3) Ein solches Endspiel in schlechterer
Stellung gegen Ponomarjow zu verteidigen ist etwas vom Schwierigsten,
was es im Schach gibt. Wenn es Morosewitsch gelingt, sich noch zu
retten, sollte sein Effort mit einem Sonderpreis belohnt werden.
41...Kc7 42.Kd3 Kb6 43.Ke4 Tc7 44.Td3 Td7 45.Td6+ Kc5 46.Kf4
Txd6 47.exd6 Kxd6 48.c5+ (Diagramm 4) 48...Kxc5 49.Ke5
La6 50.Kf6 Kd6 51.Le4 Le2 52.Kxf7 Lg4 53.Lxg6! (Diagramm
5) 1 : 0 |
 
 
|
|
Weiss: Alexej
Schirow (ESP) -- Schwarz: Levon Aronjan (ARM)
(Runde 4) Spanisch [ ]
1.e4 e5
2.Sf3 Sc6 3.Lb5 a6 4.La4 Sf6 5.0-0 Le7 6.Te1 b5 7.Lb3 0-0 8.c3
d5 9.exd5 Sxd5 10.Sxe5 Sxe5 11.Txe5 c6. 12.d4 Ld6 13.Te1 Dh4 14.g3
Dh3 15.Te4 g5 16.Df1 Dh5 17.Sd2 Lf5 18.f3 Sf6 19.a4. Erstaunlich,
dass Schirow die nicht sehr geglückte Eröffnung aus der vorgestern
gespielten Partie gegen Leko wiederholt. Seit der berühmten 8.
Partie des Matches Kramnik-Leko konnte sich niemand mehr entschliessen,
den einengenden Zug 19.Te1 zu spielen.
19...Sxe4 20.Sxe4 Dg6 21.Sxd6 Dxd6 22.Lxg5 Dg6 23.Dc1. Und
jetzt endlich kam die erwartete Neuerung. Ich kann mich jedoch
des Eindrucks nicht erwehren, dass Weiss hier keine grossen Hoffnungen
hegen kann. Ausserdem ist die Stellung offen, und der weisse König
steht etwas ungeschützt. Anders gesagt, muss Weiss sich gegen
den bekannten Äquilibristen Aronjan in Acht nehmen!
23...Ld3 24.axb5 axb5 25.Txa8 Txa8 (Diagramm 1) 26.Kf2
Lc4. Der Marshall-Gegenangriff führt sehr wahrscheinlich zu
einem Remis; obwohl Weiss zwei Bauern für die Qualität hat, wird
er kaum den Übergang ins Endspiel riskieren oder auf die Überlegenheit
des Läuferpaars verzichten. Daher ist am ehesten eine Zugwiederholung
zu erwarten. Wenn der weisse König sicher stände (auf g2) oder
‚Luft' hätte (Bauer auf g4), könnte Weiss nach 27. Lc2 Ld3 28.
Ld3 Dd3 29. Lf6 bedeutenden Vorteil erlangen.
27. Lc2 Ld3 28. Ld3 Dd3 29. Lf6. 27.Lxc4 bxc4 28.g4. Weiss
hat sich trotzdem zum Kampf entschlossen, die Läufer ge-tauscht
und den fälligen Zug g4 gemacht in der Hoffnung, ein Mattnetz
zu knüpfen, was kaum gelingen wird. Schwarz kann sofort f6 spielen
oder h5 und dann f6. In dieser Stellung können zwei schwarze Bauern
drei weisse aufhalten. Schwarz spekuliert auf den Damenabtausch,
sogar um den Preis eines Bauern am Königsflügel.
28...Te8. Ich hätte hier vorgezogen, die Königsstellung
zu verbessern, etwa mit dem Zug h5.
29.Lf4 Dd3. Aronjan verabschiedet sich von der Idee, dass
Weiss um den Preis eines Bauern zum Damentausch bereit ist. 30.Kg3
De2 31.Db1. Ich verstehe nicht, warum Schirow die Fortsetzung
Le5 mit garantiertem Unentschieden verwarf. Jetzt will er den
Bauern b2 passiv verteidigen. Alle Vorteile liegen auf der Seite
von Schwarz. Weiss kann die Bauern am Königsflügel nicht vollständig
abtauschen.
31....De1+ 32.Dxe1 Txe1. 33.Ld6 Tg1+ 34.Kf2 Tb1 35.La3 Kg7
36.Kg3 Kg6 37.h3 h5 38.Kh4 Tg1 39.Lc5 Tg2 40.La3 (Diagramm
2) Weiss wird wahrscheinlich verlieren. Remis ist nicht in
Sicht. 40....f6 41.gxh5+ Kf5. Ein Computer war nicht zur
Hand, sonst hätte er den richtigen Zug 41…. Kh7 angezeigt, der
wohl zum Gewinn gereicht hätte. Die Fortsetzung 42.f4 f5 hätte
Weiss vor unlösbare Probleme gestellt.
42. f4 f5 42.f4 Tg8. Karpow: "Er will den König nicht
herauslassen." Weiss muss Lb4 spielen, oder auch Ld6. Im
Grunde versucht Aronjan jetzt die Stellung zu erreichen, die er
nach 41…Kh7 sogleich erhalten hätte. Weiss versucht diese für
ihn verlorene Stellung zu verhindern.
43.Ld6 Ke6. Im Wesentlichen hat sich in den letzten Zügen
nicht viel verändert. Schwarz übt nach wie vor Druck aus, während
Weiss versucht, dieses unangenehme Endspiel zu retten. Ob nach
44.h6 ein Gewinn möglich ist, bleibt aber unklar.
44. h6 Kxd6 45.Kh5 f5 46.h7 Th8! (Diagramm 3)
47.Kg6 Ke7 48.Kg7 Ke8!*. Wenn Schwarz in dieser Zugzwangsituation
trotzdem einen Gewinnweg findet, hat er einen Schönheitspreis
verdient. Schon wieder eine Schachstudie, schon wieder ein funkelnder
Brilliant, den uns Aronjan beschert! Einmal mehr hat sich die
Faustregel bestätigt, dass der "Ronaldinho des Schachs" sich am
besten in den ungewöhnlichsten Stellungen zurechtfindet.
49.Kg6 Kf8 50.h4 Ke7 51.Kg7 Ke8 52.Kg6 Kf8 (Diagramm
4) 53.h5 Ke7 54.Kg7 Ke8 55.Kg6 Kf8 56.h6 Ke8 (Diagramm
5) 57.Kf6 Txh7 58.Kg6 Tf7. 0 - 1
[Kommentar: Tkatschew/Sosonko/Karpow]
* Zu 48. ...Ke8: Der Turm auf h8 darf nicht geschlagen werden,
da der weisse König sonst eingesperrt wird (...Kf8 - f7 -f8).
Weiss ist dann gezwungen, einen Bauern zu ziehen, und verliert
das Endspiel. [-us]
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Stellung nach 76.g5! |
Weiss: Alexander
Morosewitsch (RUS)
Schwarz: Schachrijar Mamedjarow (AZE) (Runde 7)
Hier zwei
Stellungen aus der längsten Partie des Turniers:
70.d6 Ld7 71.Kb6 Ke6 72.Kc7 La4 73.Sc2 Ke5! 74.Sb4 Le8 75.Kd8
La4
76.Ke7 g5! (Diagramm links)77.Sd3+ Kf5 78.Sc5 Lb5
usw.
100.Dh5 Kg1
101.Kf5 Dh3+! 102.Dxh3 patt! (Diagramm rechts) 1/2
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Stellung nach 101.Kf5 |
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(Kommentar: Autor nicht eruierbar: Sosenko?Karpow?xxx?)
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Weiss: Alexander
Grischtschuk (RUS)
Schwarz: Alexej Schirow (ESP) (Runde 7)
1.e4 c5
2.Nf3 Nc6 3.Lb5 e6 4.Lxc6 bxc6 5.d3 Ne7 6.De2. Wer bekommt
wohl den Tal-Preis für die schönste Partie im Stil des
8.WM? Vielleicht Grischtschuk? 6...Dc7. 7.Ng5 e5. Diese
Stellung ist Grischuk zweifellos bestens bekannt. Warum verbraucht
er hier soviel Zeit zum Nachdenken? Wach endlich auf, Sascha!
8.f4 exf4 9.0-0 Ng6 10.Dh5 d6 11.Lxf4 h6 12.Nxf7 Dxf7 13.Lxd6.
Das ist die einzig annehm-bare Fortsetzung nach dem Springeropfer
auf f7. Aber je weniger Figuren noch auf dem Brett sind, desto
schwieriger wird es für Weiss, Initiative zu entwickeln. 13...De6
14.Lxf8 Txf8 15.Nd2. Ein guter Zug. Falls Weiss auf f8 die
Läufer tauscht und Dxc5+ spielt, hat der König Fluchtfelder auf
g8 /h7. Jetzt plant Weiss Sc4 und Dc5, aber auch Sf3-h4. Man darf
aber nicht vergessen, dass Schwarz noch lang rochieren kann. 15...Ld7
16.Dxc5 De7 17.Txf8+ Kxf8 18.Tf1+ Kg8 19.Dxe7 Nxe7 20.Nb3 Td8
21.Nc5 Lc8 22.Kf2 Im Endspiel ist eine Leichtfigur oft stärker
als drei Bauern, aber in dieser Stellung nicht. Der Springer steht
auf c5 sehr gut, und Weiss zentralisiert seinen König und unterstützt
den Vormarsch seiner Freibauern. Weiss verbrauchte 10 Minuten
für diesen Zug, aber die Zeitknappheit sollte kein grosses Hindernis
für ihn sein. 22...Tf8+ 23.Ke2 Txf1 24.Kxf1 Ng6 25.b4 Kf7 26.Ke2
Nf4+ 27.Kf3. Schwarz möchte mit 27... Ne6 die Springer
tauschen, was Weiss mit 28. Nb3 verhindert. 27...Ne6 28.Nb3
Ke7 29.Ke3 Kd6 30.d4 Nc7 31.c4 Le6 32.Kd3 Lg8 33.a4 Ne6
34.g3 Ng5 35.Nd2 a6. Ein überaus verpflichtender Zug. Schirow
versucht zu verhindern, dass Weiss drei verbundene Freibauern
erhält. Aber was soll er ziehen, wenn Weiss nach c5 zurückkehrt?
36.h4 Nh3 37.Ke3 g5. 38.d5. Offenbar strebt Schirow
eine Zuspitzung der Stellung an, um die Zeitnot von Weiss auszunutzen.
Nach 36.h4 gibt es keinen Weg mehr zurück. Auf 36…. Se6 folgt
stark 37.Sb3 und darauf d5.
38...cxd5 39.exd5 gxh4 40.gxh4. Die Zeitkontrolle ist vorbei,
und Schwarz hat es nicht leicht, sich zu verteidigen. Faktisch
spielt Schwarz ohne seinen Springer. Welche Figur ist stärker,
der Läufer oder der Springer? Noch sieht alles normal aus, aber
fünf Züge später nicht mehr … 40...Lh7 41.Ne4+ Ke5 42.Nc5 Nf4
43.d6 Ne6 44.d7 Nd8 (Diagramm 1) 45.Nxa6 Kd6 46.Nc5
Lg8 47.Kd4 Nc6+ 48.Kc3 Ke7 49.b5 Ne5 (Diagramm 2) 50.b6Nxd7
51.b7 1-0
Sascha hat eine brillante Partie gespielt. Wie es schien, konnte
er nach dem 40. Zug auch einfacher gewinnen, aber auch sein Gewinnweg
erwies sich als genügend. Ich denke, dass diese Partie gute Chancen
hat, den Preis für die beste Partie im Tal-Stil zu erhalten.
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7es
rencontres d'echecs, Cap d'Agde
26.
Oktober - 2. November 2006
Weiss:
Antoaneta Stefanowa (BUL) --
Schwarz: Pentala Harikrishna (IND)
[E39]
1.d4 d5 2.Lf4 c6 3.e3 Lf5 4.Ld3 Lxd3 5.Dxd3 Sf6 6.Sf3 e6 7.0-0 Ld6
8.Lxd6 Dxd6 9.c4 0-0 10.Sc3 Sbd7 11.Tad1 Tfe8 12.e4 dxe4 13.Sxe4
Sxe4 14.Dxe4 Sf6 15.Dc2 Tad8 16.Tfe1 h6 17.Se5 c5 18.dxc5 Dxc5 19.h3
Txd1 20.Dxd1 Da5! 21.a3 Td8 22.Dc1 Td4 23.c5 Db5 24.b4 Sd5 25.Db2
Tf4 26.g3 Tf5 27.Dc2 Se7 28.De4 Sc6 29.Sc4 Da4 30.Tb1 Td5 31.Sd6
Dxa3 32.Sxb7 a6 33.Sd6 Dc3 34.Kg2 Dd4!? 35.Dxd4 Txd4 36.b5! axb5
37.Txb5 Td5 38.Se4 Td4 39.Tb6 Se5 40.Sd6 Sd7 41.Tc6!? (s. Diagramm
1) Sxc5 42.Tc8+ Kg7 43.Sxf7! Sc3 44.h4 Td7 45.Sd8! e5 46.Se6
Tf7 47.Sf8+! (wehrt die Drohung Txf2+ durch Schachgebot ab)(Diagramm
2) 47... Txf8 (faktisch erzwungen, da sich der Springer
sonst auf g6 einnistet und Matt droht) 48.Txf8 Kg6 49.Kf3 Sc5 50.Tc8
Sb7 51.Tc6+ (Diagramm 3)(Der Springer ist blockiert, und
wohin soll der König ziehen? Falls Kf5, folgt g4++, nach Kf7
fällt der schwarze Springer, und falls Kh7 geht der Bauer e5
verloren, daher aufgegeben) 1 : 0
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.......................
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Weiss: GM Teimur Radschabow (AZE, 2729) --
Schwarz: GM Etienne Bacrot (FRA, 2705) [D15, slawisch]
1. d4 d5 2.c4 c6 3.Sc3 Sf6 4.Sf3 a6 5.e3 b5 6.c5 g6 7.Ld3 Lg7 8.h3
0-0 9.0-0 Lf5 10.Lxf5 gxf5 11.Se5 Sd7 12.Sd3! e5 13.a4! exd4 14.exd4
Lxd4 15.axb5 Sxc5 16.Se2! Se6 17.Sxd4 Sxd4 18.Lh6! Te8 19.Sf4! Sxb5
20.Dh5 Df6 21.Tac1 Kh8 22.Lg5 Dg7 23.Dh4! Sd7 (erzwungen, da Lf6
droht) 24.Txc6 Sd4 (s. Diagramm 1) 25.Sh5! Te4 26.f4 Sxc6
27.Sxg7 Kxg7 28.Dh6+ (s. Diagramm 2) 1 : 0
(Nach 28....Kg8/h8 geht der Springer c6 verloren, und Schwarz kann
das Feld f6 nicht mehr schützen -- es droht weiterer Figurenverlust
und baldiges Matt) |

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Weiss:
Zhao Xue (CHN) --
Schwarz: Humpy Koneru (IND)
Nimzoindisch [E39]
1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sc3 Lb4 4.Dc2 c5 5.dxc5 0-0! 6.a3 Lxc5 7.Sf3
Db6? 8.e3 Dc7 9.b4 Le7 10.Lb2 a6 11.Sg5!? Tfd8 12.Tc1 d6 13.Le2
Sbd7 14.0-0 h6 15.Sf3 b6 16.Sd4 Lb7 17.f4! Tac8 18.Ld3 Db8 19.De2
Da8 20.e4! Lf8 21.e5! dxe5 22.fxe5 Sxe5? 23.Dxe5 Lxg2 (s.
Diagramm 1) 24.Txf6! gxf6 25.Dg3+ Kh8 (s. Diagramm
2) 26.Sd5! Txd5! (s. Diagramm 3) 27.Sxe6! Txd3
28.Lxf6+ Kh7 (Diagramm 4) 29.Sxf8+! 1 : 0 |
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Essent
Schaaktoernooi 2006, Hoogeveen (NL)
20.-28.
Oktober
Magistral
Ciutat de Barcelona
20.-28. Oktober
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Weiss:
GM Oleg Kornejew (RUS 2657)
Schwarz:
GM Viorel Bologan
(MLD 2659)
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Höhepunkt
der 2. Runde war die lange, aber kreative Kampfpartie Kornejews
gegen Bologan. Dieser brauchte 55 Züge und über 6 Stunden,
um seinen Mehrbauern im Damenendspiel bei ungleichfarbenen Läufern
zum Sieg umzumünzen.
1.e4 c6
2.d4 d5 3.Sc3 dxe4 4.Sxe4 Sd7 5.c3 Sgf6 6.Sxf6 Sxf6 7.Lc4 g6 8.Sf3
Lg7 9. 0-0, 0-0 10.Te1 Dc7 11.De2 Te8 12.Lg5 Sd5 13.Tad1 Lf5 14.Lh4
Tad8 15. Lg3 Dc8 16.Lb3
Lg4 17.h3 Lh5 18.Lh4 Lf6 19.Lxd5 Lxh4 20.Lb3 Lf3 21.Df3 Lf6 22.
d5 cxd5
23.Txd5
Txd5 24.Dxd5 e6 25.Dc4 Db8 26.Td1 b5 27.Dc6 Td8 28.Txd8 Lxd8 29.g3
Lb6! 30. Kf1 De5 31.Da8 Kg7 32.Df3 b4 33.De2 Df5 34.Kg2 bxc3 35.bxc3
Dc5 36.Dd2 Dc6 37.f3 Dc7 38.Ld1 De5 39.h4 Kg8 40.f4 Dc7
41.Dc2
Dc5 42.Lf3 Dg1 43.Kh3 De3 44.Lg2 Lc7 45.De4? Dxc3 46.Dc6 Da5 47.
a4 Lb6 48.De8 Kg7 49.Db5 Dc3 50.Dc6 Da3 51.De4 h5 52.Dc4 Diagramm
1
52...Dc1 53.De4 Da1 54.Dc2 Ld4 55.Dc4 e5
Diagramm 2 ...........0-1
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Weiss:
GM Wassili Iwantschuk (UKR 2741)
Schwarz:
GM Oleg Kornejew (RUS 2657)
Slawisch |
1.
Runde:
1. d4 d5 2.c4 c6 3.Sf3 Sf6 4.Sc3 e6 5.e3 Sbd7 6.Dc2 Ld6 7.g4
h6 8.Ld2 cxd4 9.Lxc4 b5 10.Le2 Lb7 11.e4 Le7 12.Tc1 c5 13.e5 Sd5
14.Sxb5 0-0 15.dxc5 Lxc5 16.0-0 Tc8 17.Db1 Se7 18.Lf4 Sg6 19.Lg3
Sdxe5! (Diagramm 1) 20.Sxe5 Sxe5 21.Tfd1!? Df6 22.Sd6
Lxd6 23.Txd6 Sf3+ 24.Kf1 Le4! 25.Dxe4 Txc1+ 26.Ld1 Td8 (Diagramm
2) ....0 : 1 |
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Junioren-Weltmeisterschaft
U20, Jerewan (Armenien)
2.-17.
Oktober
Weiss:
GM Hao Wang (CHN)
Schwarz:
GM Juri Kriworutschko (UKR)
(6. Runde)
Sizilianisch [B30] |
1. e4 c5
2. Sf3 Sc6 3.Lb5 e6 4.0-0 Se7!? 5.c3 a6 6.La4 b5 7.Lc2 Lb7 8.De2
Sg6 9.d4 cxd4 10.cxd4 Le7 11.Sc3 Tc8 12.Tfd1 Dc7 13.a3 0-0 14.h4!?
Lxh4 15.Sxh4 Sxh4
16.Dh5 Sg6 17.Le3 Sa5 18.e5 d6 19.Lg5 dxe5 20.Td3 f5 21.Th3 Kf7
22.d5 e4 23.dxe6 Kxe6 24.Tad1 Sc4 25.a4 Sf4 26.Lxf4 Dxf4 27.Dxh7
Dg4 28.Th6+Tf6 29.Txf6 Kxf6 30.Tc7 Lc6 31.Td4 Dg5! 32.Dh2 e3 33.f4
Dh6 34.Dxh6 gxh6 35.b3 Sd2 36.Td6+ Ke7 37.Td3 b4 38.Txe3+ Kf6
39.Sa2 a5 40.Td3 Le4 41.Td6+ Ke7 42.Txd2 Lxc2 43.Sc1 h5! 44.g3
Le4 45.Se2 Th8! 46.Sd4 h4 47.g4 fxg4 48.Te2 Kd6 49.Sb5+ Kd5 50.Sc7+
Kd4 51.Se6+ Kd3 52.Te1 Lf3 53.Sg5 La8! 54.Sf7 Tf8 55.Te7 g3 56.Se5+
Kc2 57. Sg6 h3! 58. Te2+ Kd3 (Diagramm)
.... 0: 1
|

|
Weiss:
IM Georg Meier (GER, 2484)
Schwarz: IM
Maxim Rodshtein
(ISR, 2517)
(6. Runde)
Sizilianisch [B42] |
1.
e4 c5 2. Sf3 e6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 a7 5.Ld3 Lc5
6.Sb3 Le7 7.Dg4 g6 8.De2 d6 9.Le3 Sbd7 10.S1d2
Dc7 11.f4 Sf6 12.g4 b6 13.0-0-0 Lb7 14.g5 Sh5
15.Thf1 d5 16.f5 dxe4 17.Lxe4 Lxe4 18.Sxe4 exf5
19.Sd6! (droht Abzugsschach mit Damenverlust,
s.Diagramm 1) Kf8 20.Sxf5! Tae8 21.Sxe7 Txe7
22.Dd2 Kg7 23.Ld4+ Se5 24.Lc3 The8 25.Lb4 h6?
26.gxh6 Kh7 27.Lxe7 Txe7 28.Dd8 Sg4 29.Dxc7
Txc7 30.Td2 Kxh6 31.Sd4 f5 32.Sf3 Tc6 33.Te1
Shf6? Nimmt dem Springer g4 das letzte Fluchtfeld
(Diagramm 2) 34.h3 1 : 0
|
|
Europäische
Vereinsmeisterschaft EEC, Fügen (Tirol)
6.-14.
Oktober
Weiss:
T.L. Petrosjan (2573)
Schwarz:
K. Sakajew (2641)
(3. Runde)
Sizilianisch |
1.
e4 c5 2. Sf3 d6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sf6 5.Sc3 a6 6.f4 e5 7.Sf3 Sbd7
8.De2 b5
9.Le3 Da5 10.Ld2 b4 11.Sd5 Sxd5 12.exd5 Dxd5 13.Lxb4 Lb7 14.c4 De6
15.0-0-0 Tac8 16.Dd2 Sf6 17.Sg5 Df5 18.fxe5 dxe5 19.Lxf8 Kxf8 20.Db4+
Kg8
21.Dxb7 Dxg5 22.Kb1 Tce8 23.c5 Df5 24.Ld3 e4 25.Lc4 e3+ 26.Ka1 Dg6
27.The1 h5 28.c6 Dxg2 29.Teg1 (Diagramm) ..... 1
: 0 |

|
Weiss:
T.L. Petrosjan (2573)
Schwarz:
P. Smirnow (2623)
(5. Runde)
Sizilianisch
|
1. e4 c5 2. Sf3 Sc6 3.Sc3 e5 4.Lc4 Le7 5.d3 d6 6.Sfd2 Lg5 7.h4 Lh6
8.Dh5! Ohne sich Zeit für die Rochade zu nehmen, stürzen
sich die Kampfhähne ins Getümmel. Dd7 9.Sd5 Tb8 10.c3
Dd8 11.Se3 Df6 12.Sdf1 Sge7 13.Sg4 Lxg4 14.Dxg4 Lxc1 15.Txc1 b5
16.Lb3 c4 17.Lc2 cxd3 18.Lxd3 b4 19.cxb4 Sxb4 20.Lb1 (Diagramm
1 /rechts: Der logische Zug; statt seinen kaltgestellten Springer
nun versauern zu lassen, opfert ihn Schwarz gegen 2 Bauern) Sxa2!
21.Lxa2 Txb2 (Diagramm 2: Weiss nutzt die Königsschwäche
zum Gegenangriff und gibt dafür die Qualität zurück)
22.Tc8+! Sxc8 23.Dxc8+ Dd8 24.Dc6+ Ke7 25.Dd5 Dc8 26.Lc4 Tb1+
27.Ke2 De6 28.Se3! (Diagramm 3: Schwarz darf auf h1 nicht
schlagen, weil 29. Db7+ mit Damenverlust droht) Tb2+ 29.Kf3 Thc8
30.Tha1 Dxd5 31.Sxd5 Kd8 32.Ld3 Tb7 33.h5 Tc5 34.Ta6 Kd7 35.g3 f5
36.Ke3 g5 37.h6! g4 38.Kf3 Tb3 39.Txa7+ Kd8 40.Kg4! (Diagramm
4: Wieder ein Opfer, um den h-Bauern durchzubringen) 40. ...
Txd3 41.Txh7 fxg3 42.fxg3 Tc4 (Diagramm 5)
43.Th8+ ....... 1 : 0 Eine kompromisslose Angriffs-
und Opferpartie, wie man sie selten sieht. |
 |

Diagramm 2...................................Diagramm
3......................................Diagramm 4...................................Diagramm
5 |
Weiss:
V. Babula (2584)
Schwarz:
D. Navara (2725)
(3. Runde)
[E12 ]
|
1. d4
Sf6 2. c4 e6 3.Sf3 b6 4.a3 Lb7 5. Sce d5 6.cxd5 Sxd5 7.e3 g6 8.Lb5+
c6 9.Lc4 Lg7 10.0-0 0-0 11.e4 Sxc3 12. bxc3 c5 13.Lg5 Dd6 14.e5
Dd7 15.Te1 Sa6 16.De2 Lxf3 17.Dxf3 b5 18.Ld3 cxd4 19.cxd4 Tab8
20.Tab1 Dxd4 21.Lxb5 Sc7 22.Tb4 Dd5 23.Lc6 Dxf3 24.Lxf3 Txb4 25.axb4
Tfb8 26.Le7 Lf8 27.Lc5 Sa6 28.Lxa7 Tb5 29.Le2 Txb4 30.Tc1 Ta4
31.Le3 Sb4 32.Tc8 Kg7 33.f3 Sd5 34.Lc1 Ta2 35.Kf1 Lb4 36.Lg5 h6
37.Lf6+ Sxf6 38.exf6+ Kxf6 39.g3 h5 40.Tc4 Ld6 41.f4 Lb8 42.Kf2
La7+ 43. Kf3 g5 44.fxg5+ Kxg5 45.Te4 Ta5 46.Kg2 Ta2 47.Kf1 Ta5
48.Kg2 Kg6 49.Lf3 Lb6 50.Te2 Ld8 51.Te4 Le7 52.Kh3 Lf6 53.Kg2
Lg7 54.Kh3 Le5 55.Th4 Lf6 56.Te4 h4!! (Diagramm 1)
57. gxh4!? Le5 58.Te2 f5 59.Kg2 Kf6 60.h5 Lf4 61.Tc2 Kg5 62.Tc6
Ta2+ 63.Kf1 Le3 64.Le2 e5 65.h6 Ta7 66.Kg2 e4 67.Te6 Ta2 68.Kf1
Ta7 69.Kg2 Th7 70.Lc4 Txh6 71.Txh6 Kxh6 72.Kf1 Kg5 73.Ke2 Lg1!?
Direkter wäre sofort Ld4, wie später im 76.Zug
74.h3 f4 75.Ld5 Kf5 76.Kf1 Ld4 77.Kg2 f3+ 78.Kg3 Le5+ 79.Kf2 Kf4
80.Lc4 e3+ 81.Kf1 Lf6 (Diagramm 2).......0 : 1
Ein ähnliches Endspiel wie gleichentags in der 11. WM-Partie
(mit Turm, Mehrbauer und ungleichfarbigen Läufern), doch
konnte Kramnik seinen Mehrbauern nicht verwerten. Dass dies Navara
gelang, ist wohl seinem Bauernopfer im 56. Zug zu verdanken,
mit dem er die weissen Bauern an den Rand zwang (schwache Doppelbauern
auf der h-Linie) und seinen verbundenen Bauern den Vormarsch zum
Königsangriff öffnete.
|


|
59.
russische Schachmeisterschaft (Oberliga Herren), Tomsk
2.-12.
September
|
Weiss:
I. Chairullin (2538)
Schwarz:
A. Motyljew (2662)
(9. Runde)

IM Ildar Chairullin
(15jährig!)
|
| 1.
e4 c5 |
8.
0-0-0 Lb4 |
15.
h3 Lh4 |
22.
Dxh1 axb5 |
29.
Lxh6! |
| 2.
Sf3 Sc6 |
9.
f3 Se5 |
16.
g3! Lxh1 |
23.
Sd5 Dd8 |
1
: 0 |
| 3.
d4 cxd4 |
10.
Sb3 b5 |
17.
hxg4 Le7 |
24.
Dh5 Te8 |
|
| 4.
Sxd4 e6 |
11.
De1 Le7 |
18.
f5 exd5 |
25.
Th1 h6 |
|
| 5.
Sc3 Dc7 |
12.
f4 Sg6 |
19.
gxf5 Sxe5 |
26.
Kb1! d6 |
|
| 6.
Le3 a6 |
13.
e5 Sg4 |
20.
Lf4 Lf6 |
27.
Sd4 Sd7 |
|
| 7.Dd2
Sf6 |
14.Ld2
Lb7 |
21.
Lxb5 0-0 |
28.
Sc6! Dc8 |
|
Zu 16: Weiss
opfert die Qualität (Turm gegen Springer und b-Bauer), erhält
dafür aber starken Angriff auf dem Königsflügel.
Zu 29: Schwarz gibt auf, da die Mattdrohungen nach dem Läuferopfer
auf h6 nicht mehr abzuwenden sind.
|

Stellung nach 15. ...Lh4

Stellung nach 28. ...Dc8 |
|
Weiss:
P. Smirnow (2613)
Schwarz:
J. Njepomnjaschtschi (2520)
(8. Runde)

IM
Jan Njepomnjaschtschi
|
| 1.
e4 c5 |
8.
Dd2 Le7 |
15.
Kb1 Sb6 |
22.
Sxe7 Dxe7 |
29.
fxe5 g6 |
| 2.
Sf3 d6 |
9.
f3 0-0 |
16.
Sg3 a4 |
23.
exd5 Lf5 |
30.
Lxf5 Sxf5 |
| 3.
d4 cxd4 |
10.
0-0-0 Sd7 |
17.
Sc1 b3 |
24.
c4 Sd6! |
31.
Th3! Tb5 |
| 4.
Sxd4 Sf6 |
11.
g4 b5 |
18.
Sf5 bxa2+ |
25.
c5 Se4 |
32.
Tc3 a3! |
| 5.
Sc3 a6 |
12.
g5 b4 |
19.
Ka1 Tb8! |
26.
d6 Dd7 |
33.
b3 Se3! |
| 6.
Le3 e5 |
13.
Se2 Se8 |
20.
f4 d5!? |
27.
Dc2 Tc8! |
34.
Dd3 Sxd1 |
| 7.
Sb3 Le6 |
14.h4
a5 |
21.
Lxb6 Txb6 |
28.
Lh3! Sg3! |
35.
Dxd1 Tbxc5 |
| 36.
Txc5 Txc5 |
37.
Sd3 Td5! |
38.Dc2
Df5! |
0
: 1 |
Zu 11: Sofort
nach der Rochade wird angegriffen. Jedes Tempo zählt, beide
wollen gewinnen.
Zu 20: Sehr scharf gespielt. Schwarz opfert zwei Zentrums-bauern
und gibt Weiss grossen Positionsvorteil.
Zu 24.: Wer von uns hätte gewagt, hier Sd6 zu spielen!? Es
drohen Figurenverlust und Gegenangriff.
Zu 28.:... Sg3! Bis hier muss Schwarz vorausgerechnet haben. Der
quirlige Springer steht nach dem Abtausch auf f5 prima.
Zu 33: Und noch einmal greift der mutige Springer an (unge-deckt,
darf aber nicht geschlagen werden wegen Tbxc5) und gewinnt die
Qualität und indirekt den Bauern c5.
Zu 38: Die weisse Dame kann der Fesselung nicht entgehen. Auch
39. Sb4 hilft nicht mehr wegen ... Dxe5+ mit Gewinn.
|

Stellung nach 24. ...Sd6!

Stellung nach 33. ...Se3!

Stellung nach 38. ... Df5! |
|
Weiss:
N. Witjugow (2555)
Schwarz:
A. Motyljew (2662)
(7. Runde)

IM Nikita Witjugow (18jährig)
|
| 1.
d4 Sf6 |
8.
0-0 h6 |
15.
exf5 gxf5 |
22.
Tf3 Sc5 |
29.
Txd4 Te4 |
| 2.
c4 g6 |
9.
Le3 Sg4 |
16.f4
Sd7 |
23.
Lc2 Lxc3 |
30.Txe4
Lxe4 |
| 3.
Sc3 Lg7 |
10.
Ld2 e5 |
17.
Tae1 Sf6 |
24.Dxc3
Se4 |
31.Th3
Kh6 |
| 4.
e4 d6 |
11.
dxe5 Sxe5 |
18.
Ld3 Sg4 |
25.
Dd4 Te8 |
32.Kg1
Tf8 |
| 5.
Le2 0-0 |
12.
Sd4 c6 |
19.
Sc2 Sxe3 |
26.
Td1 Dg7 |
33.Th4
Kg6 |
| 6.
Lg5 Sa6 |
13.
Le3 f5!? |
20.
Sxe3 Dg6 |
27.
Lxe4 Dxd4 |
34.Sf1
Lb1 |
| 7.
Sf3 De8 |
14.
Dd2 Kh7 |
21.
Kh1 h5 |
28.
Lxf5+ Lxf5 |
35.a3
Tf5 |
| |
36.Sg3
Ta5 |
37.f5+
Kf6 |
38.Txh5
Ta4 |
39.Th6+
Ke7 |
| |
40.Th7+
Kf6 |
41.Th6+
Ke7 |
42.Te6+ |
1
: 0 |
Zu 13…f5 Eine
überaus verpflichtende Fortsetzung. Früher wurde 13.
... h5 oder 13. ...De7 gespielt.
Zu 20:
Angesichts der Bauernschwächen d6 und f5 ist die weisse Stellung
eindeutig als besser zu bewerten.
Zu 30: Weiss hat im Endspiel einen Mehrbauern und verwertet diesen
exakt zum Partiegewinn.
Kommentar: GM Sergej Ságrjebelnyi
|

Stellung nach 20. ...Sxe3

Stellung nach 42. ...Te6+
|

GM Jewgeni Najer
|
In der 5.
Runde kam es zu einem Leader-wechsel, da der bisher führende
Denis Chismatullin gegen den immer stärker spielenden
Ernesto Inarkijew verlor und hinter diesen und Artjom Timofejew
(1:0 gegen Pawel Smirnow) auf den geteilten 3. Rang zurückfiel.
Die
spektakulärste Partie der Runde gewann Jewgeni Najer
gegen Alexej Kornjew:
|
|
Stellung
nach 10. ... hxg6 |
Weiss:
J. Najer (2677)
Schwarz:
A. Kornjew (2568)
(5.Runde)
8.9.2006 |
1.e4
c6 2.d4 d5 3.e5 Lf5 4.Sf3 e6 5.Le2 Sd7 6.0–0 Se7 7.Sh4 Le4 8.Sd2
Sg6 9.Sxe4 dxe4 10.Sxg6 hxg6 (s. Diagramm 1) 11.Lf4
[Lehrbuchmässiger verlief die Partie E. Aleksejew - V. Bologan
(Sotschi, 2004): 11.g3 f5 12.c3 Sb6 13.Db3 Dd5 14.f3 Dxb3 15.axb3
exf3 16.Lxf3 a6 mit ungefährem Ausgleich] 11...f5 12.exf6
gxf6 13.f3!? [Verständlicherweise möchte Weiss die
Stellung für seine Läufer öffnen] 13...Db6 14.fxe4
e5 15.Lg3!? [15.Le3 exd4 16.Lxd4 Lc5 17.c3 (17.Lxc5!? Dxc5+
18.Kh1 De5 19.h3 0–0–0 20.Lg4) 17...Dxb2 18.Tf2 (18.Tb1? Dxc3!)
18...Db6=] 15...exd4?! [Aussichtsreicher und stärker
ist 15...Dxd4+ 16.Dxd4 exd4] 16.Lg4
0–0–0 (s. ---> Diagramm 2) 17.Txf6! Lg7 18.Txg6
d3+ 19.Kh1 Dxb2? 20.Tb1 dxc2 21.Txc6+!!
Schwarz gab auf, da auf 21...bxc6 das spektakuläre Matt 22.Dxc2!!
Dxc2 23.Tb8# folgt (s. ---> Diagramm 3).
Kommentar: GM Sergej Ságrjebelnyi |
|

Stellung nach 16. ... 0-0-0

Stellung nach
20. ... dxc2
|
| |
|
|
|
CS
Lichthof Chess Champions Day
|
Simultanpartie
G. Kasparow (Weiss) ---
D. Vucenovic (Schwarz)
22.8.2006
|
|
Garry Kasparow - Dragomir Vucenovic (SCU / SGZ, links)
|
| 1.
e4 c5 |
18.
Sd5 Se8 |
35.
Tb5 Tdb7 |
52.
Kf8 Tc7 |
| 2.
Sf3 e6 |
19.
Lb4 Sc7 |
36.
Td1 Ke8 |
53.
Td3 Kc5 |
| 3.
g3 Sc6 |
20.
a4 Tac8 |
37.
g5 hxg5 |
54.
Tg3 Kd4 |
| 4.
Lg2 Le7 |
21.
Sxc7 Dxc7 |
38.
hxg5 Kd7 |
55.
Txg7 Tc8+ |
| 5.
0-0 d6 |
22.
Td5 b6 |
39.
Th1 Kc6 |
56.
Ke7 Kxe4 |
| 6.
d4 cxd4 |
23.
Tcd1 Td7 |
40.
Th7 Ld8 |
57.
f6 Kd3 |
| 7.
Sxd4 Sxd4 |
24.
T1d3 a5 |
41.
Kg4 Td7 |
1
: 0 |
| 8.
Dxd4 e5 |
25.
La3 Tcd8 |
42.
Th8 Tbb7 |
|
| 9.
Dd3 Le6 |
26.
Lc1 Le7 |
43.
Kh5 fxg5 |
Zu
34: .... h6 [34...Tdb7 35.Tb5 (35.Bc1 Tc7 36.Ba3 Tc5
37.Bxc5 bxc5 38.Ke2 Tb6 Und wie gewinnt Weiss diese "gewonnene Stellung"
?) 35...Ke8 36.Td2 Kd7 37.Tg2 Kc6 38.g5 Tg8 39.g6 h6 40.h5 Tgb8
41.Tb2 Bd8 42.b4 axb4 43.T2xb4 Ta8 44.Td5 Tba7 45.Td2 Ta6 46.Tg2
Be7 47.Tgb2 Bd8+- Weiss hat den Vorteil, aber der Sieg ist noch
nicht in Sicht.]
Kommentar: FM D. Vucenovic |
| 10
c4 Sf6 |
27.
Le3 Dc6 |
44.
Lxg5 Lxg5 |
| 11.
Sc3 0-0 |
28.
h4 Tb7 |
45.
Tc8+ Tdc7 |
| 12.
b3 Dc8 |
29.
Dg4 Dd7 |
46.
Txc7+ Txc7 |
| 13.
La3 Tfd8 |
30.
Dxd7 T8xd7 |
47.
Kxg5 Tb7 |
| 14.
Tac1 Lf8 |
31.
f4 f6 |
48.
Kg6 Tc7 |
| 15.
De2 Lh3 |
32.
g4 Kf7 |
49.
Td5 Td7 |
|
| 16.
Tfd1 Lxg2 |
33.
f5 Tb8 |
50.
Kh7 Tf7 |
|
| 17.
Kxg2 Dc6 |
34.
Kf3 h6!?
(s. Kommentar) |
51.
Kg8 Td7 |
Zwei
der GM-Blitzpartien sind in der NZZ vom 25. August ausführlich
kommentiert! |
|
|
|
NH
Chess Tournament Amsterdam
|
Weiss:
Ljubomir Ljubojevic (SER, 2551)
Schwarz:
Jan Smeets
(NL, 2530)
|
(Runde
8, 27.8.2006) |
 |
|
 |
|
| 1.
c4 Sf6 |
11.
e3 Ld6 |
21.
Dc7 Db6 |
 |
|
|
| 2.
Sf3 e6 |
12.
d4 De7 |
22.
Lxf7! Txf7 |
|
|
| 3.
g3 d5 |
13.
Sg5 exd4 |
23.
Dc4 Df6 |
|
|
| 4.
Lg2 dxc4 |
14.
Sd5! De8 |
24.
Txd7 Lxd7 |
|
|
| 5.
Da4+ Sbd7 |
15.
exd4 cxd4 |
25.
Txd7 Taf8 |
|
|
| 6.
0-0 a6 |
16.
Lf4 Lxf4 |
26.
Sxf7 Txf7 |
|
|
7.
Dxc4 c5
8. Dc2 Le7
9. Td1! e5 !?
10. Sc3 0-0
|
17.
gxf4 Dd8
18. Txd4 g6
19. Tad1 Sxd5
20. Lxd5 Df6 |
27.
Txb7! 1 : 0 |
|
|
Nach
drei Stunden war das erste Spiel der Runde 8 entschieden. Ljubomir
Ljubojevic nutzte das riskante Eröffnungsspiel von Jan
Smeets voll aus und zertrümmerte die schwarze Stellung
in 27 Zügen. Der Gewinner zeigte sich bei der Kommentierung
seiner Partie im Analyseraum (und vor den immer zahlreicheren Internet-Zuschauern)
bescheiden: Er habe nicht aggressiv gespielt, sondern seine Figuren
seien aggressiv gewesen, weil ihn sein Gegner dazu gezwungen habe!
Besonders zufrieden war er mit seinem 9. Zug Td1 ("Vor allem
dieser Zug entschied die Partie für mich"), mit welchem
er die starke Drohung des Zentralbauern-vorstosses auf d4 aufstellte.
Der Versuch von Smeets, diesen Vorstoss mit 9. ... e5 abzuwehren,
schuf so viele Schwächen, dass sich die weisse Stellung fast
von selbst spielte. Nach seinen eigenen Worten hatte Ljubojevic
von da an leichtes Spiel. "Das einzige, was ich tun musste,
war zu verstehen, dass das Spiel von selbst weiterging." Die
schwarze Verteidigung brach nach 26. Sxf7 zusammen; dieser Zug leitete
einen Abtausch und den Übergang zu einem für Weiss leicht
zu gewinnenden Bauernendspiel ein.
Kommentar: Hans Ree |
|
SCU-Jubiläumsturnier 2006
|
Uitikon,
10.6.2006 |
Rapidmatch
Kortschnoi - Pelletier |
|
1. Rapid-Partie (je
25 Min. + 10 Sek.) Weiss: Pelletier
Schwarz: Kortschnoi
1. d4 Sf6 2. c4
e6 3. Sf3 Lb4+ 4. Ld2 c5 5. Lxb4 cxb4 6. Db3 a5 7. a3 Sa6!
8. Sbd2 d6 9. g3 0-0 10. Lg2 Te8 11. 0-0 e5 12. e4 Lg4 13. axb4
Sxb4 14. Tfe1?! b6 15. Tac1 Tac8 16. De3 Le6 17. h3 Dc7 18. b3
Sa2 19. Ta1 Sb4 20. Tec1 Ld7 21. Se1! exd4 22. Dxd4 Dc5 23. Dc3
d5 24. Sd3 Sxd3 25. Dxd3 dxe4 26. Sxe4 Sxe4 27. Lxe4 Lxh3 28.
Lxh7+ Kf8 29. Le4 Le6 30. Td1 Kg8 31. Dd6 Dxd6 32. Txd6 Lxc4!
33. bxc4 Txe4
34. Txb6 Texc4 35. Txa5 T4c6
remis
|
|
2. Rapid-Partie
Weiss: Kortschnoi
Schwarz: Pelletier
1. d4 d5 2. c4 c6
3. Sc3 Sf6 4. e3 a6 5. Dc2 e6 6. Sf3 c5 7. cxd5 exd5 8. Le2 Sc6
9. Se5!* Sxe5 10. dxe5 Sg4 11. Da4+ Ld7 12. Df4 g5 13. Dg3 h5
14. Lxg4 Lxg4 15. e4!2 dxe4 16. h3 Le6 17. Lxg5 Dd4 18. Tad1 Db4
19. 0-0 3 Tg8 20. Df4 Le7 21. Lxe7 Kxe7 22. Sd5+ Lxd5 23. Txd5
Tgd8 24. Df6+ Ke8 25. e6 (aufg.) 1:0
9. Zug: * Theoretische
Neuerung: Laut Kortschnoi wurde dieser Zug erstmals um 1930 von
Max Euwe gespielt und dieses Jahr von Atalik wieder-entdeckt.
15. Zug: öffnet die schwarze Läuferdiagonale mit Bauernrückgewinn
und Königsangriff
19. Zug: Weiss nimmt sich Zeit für die Rochade (die Schwarz verpasst
hat!) und sichert die weisse Stellung vor dem Schlussangriff ab.
|
| siehe auch
Seite --> Aktuell |
|
|
Minichess-Ecke
|
für
Zeitgenossen mit wenig Zeit |
|
| |
|
|
Endspielstudie
Weiss: GM Alexander Onischtschuk (USA)
Schwarz: GM Jewgeni Aleksejew (RUS)
Biel, 30.7.2008 / Runde 9
|
Mit zwei verbundenen Freibauern steht Weiss klar auf Gewinn und
greift an. 46.Ke2 Lb7 47.Kd3 Lc8! Der Läufer soll nach e6
übergeführt werden, wo er optimal steht.
48.e4 dxe4+ 49.Kxe4 La3 50.Te1 Sd6+
51.Kd5+ Le6+! Abzugsschach und Gegenschach. Nun steht die
schwarze Königsfestung solid, während Weiss die Flucht nach vorn
antritt.
52.Kc6? Der weisse König hat sich zu weit vorgewagt -- nun
ist ihm der Rückweg abgeschnitten. 52.
... Tc8+! 0:1
Weiss gab auf. Es folgt Matt in 2 Zügen: 53.Kb6 Lc5+ 54.Ka6 Ta8++ |

Stellung nach
52. ...Tc8+ |
| |
|
|
Endspielstudie
Weiss: Jonathan Carlstedt 2203
Schwarz: IM Alexej Iljuschin 2546
Politiken-Cup, Helsingör, 22.7.08
Runde 5, Englisch
|
Nach achtmaligem Schachgebot -- Weiss hat keine anderen Remishoffnungen
mehr -- zieht der schwarze König nach e1, d.h. momentan zwar
aus dem Schach, aber auch auf das Umwandlungsfeld seines e-Bauern:
72.Tc8-d8+ Kd2-e1.
Nun muss Weiss den Zwischenzug 73.Td8-a8 einschalten, bevor er auf
a1 wieder Schach bieten kann. Aber Schwarz nutzt die "Schachpause"
für den entscheidenden Tempogewinn 73.
... e2!
74. Ta1+ Kd2 75. Ta2+ Ke3 76.Ta1!? (s. Diagramm)
Weiss verlässt sich darauf, dass er so die 1. Reihe besetzen
und die Umwandlung der Bauern verhindern kann. Aber mit dem folgenden
"Floretttreffer" hat Weiss nicht gerechnet:
76....
Tf3-f1+!
1 :
0
Es
folgt forciert 77.Txf1, und nun nicht 77. ... exf1 78.Kxf1 mit Remis,
sondern die Pointe 77.h2+!!
78.Kxh2
exf1=D, und Schwarz setzt Matt in 3 Zügen. Weiss steht nicht
Patt (Fluchtfeld Kg3!) und gab daher auf.
|

Stellung nach
76.. ... Tf1+ |
| |
|
|
Weiss:
GM Wugar Gaschimow
Schwarz: GM Alexej Schirow
Pojkowski (RUS), 16.7.08
Runde 8, Spanisch
|
61.Kd5 Ld2 62.Se6 Lc1 63.Sd4 Le3 64.c6+Kc8
65.Sb5 Lf2 66.Ke6 Lh4
67.c7!
1 :
0
Schwarz kann sich nicht mehr verteidigen.:
Der König darf nicht ziehen: 67. ... Kb7? 68.Kd7 und der c-Bauer
läuft in die Dame.
Wenn Schwarz den Bauern f6 verteidigt (67. ... Lg5), so 68.Kd6 Lf4+
69.Kc6 mit Figurenverlust und baldigem Matt.
Falls 67. ... Lg3, so 68.Kxf6 Lxc7 69.Sxc7 Kxc7, und der g-Bauer
gewinnt. |

Stellung nach
67.. ... c7 |
| |
|
|
Weiss:
GM Jonny Hector 2532
Schwarz: GM Emanuel Berg 2601
SM, Växjö (SWE), 8.7.08
|
38.Sa5+ Ka7 39. Sc6+ Ka8!? 40.Txh4!
Txh4?
41.Te7!
1 : 0
Schwarz gab auf, da die Drohung 42.Ta7++ nicht mehr abzuwenden ist.
-- 40. ... Tf1+ 41.Txf1 gxf1 42.Kxf1 hätte das sofortige Matt zwar
verhindert, doch steht Schwarz auch dann hoffnungslos.
|

Stellung nach
39. ... Ka8 |
| |
|
|
Weiss:
GM Alexander Onischtschuk (2664)
Schwarz: GM Alexej Schirow (2740)
AeroSvit-2008, Foros (Krim)
Runde 11, 19.6.2008
Angenommenes Damengambit [D27]
|
1.d4 d5 2.c4 dxc4 3.Sf3 Sf6 4.e3 e6 5.Lxc4 c5 6.O-O a6 7.Lb3 b5
8.a4 b4 9.e4 Lb7 10.Sbd2 Le7 11.e5 Sfd7 12.Sc4 O-O Bis hier eine
altbekannte Position. 13.Sd6 Ein selten gespielter Zug.
13. ... Lxd6 14.exd6 cxd4 15.Sxd4 Eine einst von GM Dautow empfohlene
Neuerung. Sc5 16.Lf4 Qf6 17.Lg3 Sbd7 Statt dessen war die
Alternative 17. ... e5!? verlockend. 18.Lc2 Tfc8 19.Te1 g6 20.Qd2
Ld5 21.Tac1 b3 22.Lb1 Sxa4 23.Tc7 Sab6 24.Tec1 e5 25.Sc6 Txc7 26.Se7+
Kg7 27.Txc7 Qxd6 28.Txd7 Sxd7! 29.Dxd5?
Tc8!!
Schwarz droht Tc1++ oder Damenverlust. Weiss gab auf.
0 : 1
Kommentar: GM Michail Golubow
|

Stellung nach
29. ... Tc8! |
| |
|
|
Weiss:
Juri Drosdowski
Schwarz: Viktor Kortschnoj
Piwdenny-Cup, Odessa, 30.5.2008
ECO E33

Stellung nach 10.Lg2 e5
|
Nach einer
ganz normalen nimzoindischen Eröffnung [1.d4 Sf6 2.c4
e6 3.Sc3 Lb4 4.Dc2 Sc6 5.Sf3 d6 6.Ld2 0-0 7.a3 Lxc3 8.Lxc3 a5
9.g3 Te8 10.Lg2] entschied sich Kortschnoj schon im 10. Zug
für Angriff: 10. ... e5 (s. Diagramm 1)
11.d5 Se7 12.Sd2! Sichert Weiss nicht nur die
Kontrolle über e4 und d5, sondern ermöglicht dem Springer
seine spiel-entscheidende Wanderung über 6 Felder!
12. ...c6 Der natürliche Zug, denn Schwarz steht
beengt.
13. dxc6! Eine überraschende Antwort
13. ... bxc6 14.c5! Sofort wird die schwarze Schwachstelle
d6 angegriffen
14. ... dxc5 Wohl oder übel muss Schwarz in die
Zerschla-gung seiner Bauernstruktur einwilligen. Andere Züge
sind noch schlechter.
15. 0-0 Weiss eilt es nicht mit der Eroberung der Isolani.
15. ... La6 16.Sb3! Nun beginnt die weisse "Bauernernte".
16.
... Sed5 17.Lxa5 De7
18. Sxc5 Lxe2 Schwarz tauscht ab und holt sich so
wenigstens einen Bauern zurück.
19. Dxe2 Txa5 20. b4 Ta7 21.Tfc1 Die nächste schwarze
Schwäche (c6) wird aufs Korn genommen.
21. ... Tea8 22.Db2 Tb8 23.Sd3! Dieses war der 5. Streich,
doch der 6. folgt sogleich: 23. ... e4 24.Se5!
... Schwarz gab auf; die Drohung Sxc6 ist unparierbar..
1 : 0
|

Stellung nach
24. Se5 |

Stellung nach 12.Sd2 |

Stellung nach 14.c5 |

Stellung nach 16. ... Sed5 |
|
| |
|
|
Weiss:
GM Oleg Kornejew
Schwarz: Boris Grimberg
Neckar-Open, 21.3.2008
|
Ein studienhaftes
Endspiel zeigte der titellose Boris Grimberg gegen GM Oleg Kornejew.
31.Ka1 Lc6 32. Tb1 Lb5 33.Te4! Weiss möchte die schwarze
Dame erobern. Nach 33. ... dxe4 34.dxe4+ droht Weiss mit starkem
Gegenangriff und Matt. Aber Schwarz zwingt mit dem folgenden Gegenopfer
die weisse Dame ins Abseits:
33. Th2!! (s. Diagramm)
Weiss muss schlagen, da matt auf a2 droht: 34.Dxh2.
Jetzt geht 34. ... dxe4. Es folgte noch 35. d4 Lc4 36.a3 Txc5!
und Weiss gab auf. 0 : 1 |

Stellung nach
33. Te4 Th2 |
| |
|
|
Weiss:
Alexander Areschtschenko
Schwarz: Joseph Bradford
Port Erin (Isle of Man), 28.9.2007
Französisch [ECO C18]
Gerade mal 12 Züge dauerte die folgende Partie, bevor sich
Joseph Bradford mit Schwarz "französisch verabschiedete":
|
1.e4
e6 2.d4 d5 3.Sc3 Lb4 4.e5 c5 5.a3 Lxc3+ 6.bxc3 Dc7 7.Dg4 f5 8.Dg3
cxd4 9.cxd4 Se7 10.c3 b6 11.Se2 Kf7 12.Sf4 La6 und aufgegeben (s.
Diagramm)
0 : 1 -- Schwarz wollte sich die folgenden Züge nicht
zeigen lassen: 13.Dxg7+ Kxg7 14.Se6+ Kf7 15.Sxc7 und im folgenden
Zug fällt auch der Turm a8. In dieser desolaten Stellung wollte
Schwarz nicht weiterspielen. |
Stellung nach
12. ...La6 |
| |
|
|

Stellung nach 28. Se4-g3 |
Weiss:
Flavio Guido
Schwarz: Sabino Brunello
Bratto ITA, 24.8.2007 [ECO C54]
24.Te2 Dh5 25.Kf1 Lf4! Das Feld f4 wird erobert und der Springer
entscheidend ins Spiel gebracht
26.Lxf4 Sxf4 27.Td2 Dg6! Provoziert den nächsten Zug:
28.Sg3? Weiss möchte verständlicherweise
die Damen tauschen, aber Schwarz hat eine unerwartete Antwort: 28.Dxg3!!
(Diagramm 1)
Das Damenopfer öffnet die f-Linie und führt zum Mattangriff.
29.fxg3 Se2+ 30.Ke1 Sd4+ (Diagramm 2)
0 : 1 Aufgegeben. Auf Kd1 folgt Tf1++, und Te2 ist hoffnungslos
wegen Sxc2+ usw. |

Stellung nach
30. ...Se2-d4+
|
| |
|
|

Stellung nach 31. ... Td8 |
Weiss:
Pentala Harikrischna (IND)
Schwarz: Péter Acs (HUN)
Páks, HUN, 11.8.2007 [ECO E04]
31.Tgc4 Td8 (Diagramm 1)
32.Tc7!! Eine
Doppelfalle: opfert den Bauern f6 und unterbricht die schwarzfeldrige
Diagonale b8-f4, so dass das entscheidende Feld e5 für die
weisse Dame frei wird. 32. ... Txf6? Schwarz geht
prompt in die Falle.
33.De5! Sogleich wird der Turm f6 gefesselt.
33. ... Kg734.T1c4 Db5 35.T7c5 Td1+36.Kg2 Db7+ 37.Kh3 h5 38.Tf4
Die Fesselung des Turms entschei-det die Partie. 38. ... De7 Ein
letzter Abwehrversuch. Aber jetzt entscheidet 39. Dg5+! 1
: 0 (Diagramm 2) |

Stellung nach
38. ... De7
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Speelman - Wells
(HSMT, London, 2007)
Englisch [A19] |
32.
Dh7+ Kf7 33. Se4 Db4!
34. a3? (s.Diagramm)
Hatte Speelman übersehen, dass die schwarze Dame auf den ungedeckten
Turm e1 zielt? Nun ist das Matt nicht mehr abzuwenden:
34. ... Txc2+! 0-1
[35.Txc2? Dxe1++]
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Weiss:
WGM Baginskaite, Camilla (2361)
Schwarz: WFM Vicary, Elizabeth (2155)
Stillwater, USA 19.7.07
29.Lf1 Sxe4! (Diagramm 1)
30.De3 Zurückschlagen verbietet sich wegen 30. ... Lc6 31.Lg2
f5 32.Sd2 f4! 33.gxf4 exf4 Wieder darf die Dame nicht zurückschlagen
wegen der Drohung ... Tf8!
34.De1 Noch das Beste 34. ...Sg3+!
35.hxg3 (erzwungen) Dh3+! 0 : 1 (Diagramm 2) |

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Ferenc - Andrzejewska
(Polen, 2006)
Englisch [A21] |
1.c4
e5 2.Sc3 f5 3.e4 (Diagramm) 3. ...fxe? Jeder weiss,
dass man so nicht spielen darf, sondern 3. ...d6 ziehen muss. Aber
der altbekannte Fehler wird immer wieder aufs neue gemacht.
4. Dh5+ Ke7 Natürlich nicht 4. ...g6 5.Dxe5+ mit Turmverlust.
5. Dxe5+ Kf7 6.Dd5+ Ke8 7.Dh5+ Zufriedenstellend wäre
auch 7.Dxe4+ mit Bauerngewinn gewesen.
7. ... Ke7 8. Sd5+ Kd6 9.c5+!! 1 : 0
Auf 9. ...Kc6 folgt das wunderschöne Matt Sb4++!, und
nach 9. ... Kxc5 10.Sxc7+ ist die Agonie auch zu Ende |
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González - González
(San Augustín, 2006)
Schottisch [C45] |
1.e4 e5
2.Sf3
Sc6 3.d4 exd4 4.Sxd4 Lc5 5.Le3 Auch diese Stellung ist sattsam
bekannt. Normal ist der Zug 5. ...Df6 mit gleichen Chancen. (Diagramm)
5. ...Sf6? 6.Sxc6 Ende der Vorstellung 1 : 0 (Figurenverlust)
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Kristiansen
- Karpow
(Wijk 1993)
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1.d4
Sf6 2.c4 e6 3.Sf3 b6 4.a3 La6 5.Dc2 Lb7 6.Sc3 c5 7.e4 cxd 8.Sxd4
Sc6 9.Sxc6 Lxc6 10.Lf4 Sh5 11.Le3 Ld6? Eine tiefgründige
theoretische Neuerung des Exweltmeisters (statt Dc7 wie üblich).
Aber er hat dabei die Taktik übersehen: 12.Dd1! (Diagramm)
1 : 0 |
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Karpow - Reiman
(Simultan, Besançon 1999) |
1.d4
Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 Lg7 4.e4 d6 5.f3 0-0 6.Le3 e5 7.d5 Sbd7 8.Sh3
Sc5 9.Sf2 Se8 (Besser war hier Sh5 - g3 - f5)
10.g4 Dh4 11.Dd2 f5? An sich der richtige Zug, nur nicht jetzt!
Der verfrühte Damenvorstoss wird umgehend bestraft mit 12.Lg5!
(Diagramm) 1 : 0 |
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Zum 120.
Geburtstag von Aaron Nimzowitsch (s.
Seite Aktuell):
Die "unsterbliche Zugzwangpartie" Sämisch - Nimzowitsch
1.d2-d4
Sg8-f6 2.c2-c4 e7-e6 3.Sg1-f3 b7-b6 4.g2-g3 Lc8-b7 5.Lf1-g2 Lf8-e7
6.Sb1-c3 0-0 7.0-0 d7-d5 8.Sf3-e5 c7-c6 9.c4xd5 c6xd5 10.Lc1-f4
a7-a6 11.Ta1-c1 b6-b5 12.Dd1-b3 Sb8-c6 13.Se5xc6 Lb7xc6 14.h2-h3
Weiß spielt planlos.
14...Dd8-d7 15.Kg1-h2 Sf6-h5 16.Lf4-d2 f7-f5 17.Db3-d1 b5-b4
18.Sc3-b1 Lc6-b5 19.Tf1-g1 Le7-d6
20.e2-e4 f5xe4! "Dieses sonst ganz überraschend wirkende
Opfer ist gegeben durch die nüchterne Kalkulation: zwei Bauern
und 7. Reihe und gegnerischer unentwirrbarer Damenflügel - alles
das für bloß eine Figur!" (Nimzowitsch)
21.Dd1xh5 Tf8xf2 22.Dh5-g5 Ta8-f8 23. Kh2-h1 Tf8-f5 24. Dg5-e3
Lb5-d3 25.Tc1-e1 h7-h6!!
Ein glänzender Zug, der den Zugzwang deklariert. Weiß hat keine
Züge mehr; auf beispielsweise Kh2 geschieht T[f5]f3, desgleichen
auf g3-g4. "Schwarz macht nun Abwartezüge mit dem König,
und Weiß muß ihm von selbst ins Messer rennen" (Nimzowitsch).
Reuben Fine bezeichnete den Schlusszug als den bemerkenswertesten
der Geschichte. In dieser Stellung gab Sämisch nach einstündiger
Überlegung auf. 0:1
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...................
Stellung nach
14. h3...........................................Stellung nach 20.fxe4!.........................................Stellung
nach 25. .... h6!! |
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Und noch eine Partie des 9jährigen Wunderknaben:
1.e4 d5
2. exd5 Dxd5 3.Sc3 Dd8 4.Sf3 f5 5.Lc4 Sc6 6.0-0 Dd6 7.d3 Db4 8.Le3
Dxb2 9.Sd5 Kd8 10.Lc5 b6 11.Tb1 Dxb1
12.Dxb1 bxc5 13.Sg5 Se5 14.f4 h6 15.fxe5 hxg5 16.Se3 f4 17.e6
fxe3 18.Txf8#
" Wir brauchen also in Zukunft die Wunderkinder nicht mehr
in Amerika zu suchen" [...]
Quelle: Deutsches Wochenschach, Nr. 40, 4.10.1896, S. 373
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chesstheatre
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